4. Februar 2012

Ener­gie in Mit­tel­hes­sen: Bio­gas, Wind­kraft, Holz, oder doch AKW?

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Liebe Mit­tel­hes­sen­blog­le­ser: Die Zugriffs­zah­len über den Mittelhessenblog-Biogasartikel ver­ra­ten ein gro­ßes Inter­esse am Thema in Mit­tel­hes­sen und  ande­ren deut­schen Regio­nen wie Bran­den­burg, Han­no­ver oder Baden-Württemberg. Das Mit­tel­hes­sen­blog hat sich auf den Weg gemacht und Posi­tio­nen ein­ge­fan­gen. Im Netz und drau­ßen in der ana­lo­gen Welt:

Wie machen es andere, wel­che Bei­spiele für eine regio­nale Zusam­men­ar­beit zwi­schen Stadt­wer­ken und Bio­gas­pro­du­zen­ten. Wie sind die Reak­tio­nen. Das Mit­tel­hes­sen­blog hat sich im Netz auf den Weg gemacht und zwei Bei­spiele gefun­den: In Jena ver­spricht man sich große Hoff­nun­gen von einer Bio­gas­an­lage für 10000 Ein­woh­ner, wie es in einem Bericht von JenaTV heißt.

In Köln-Immendorf dage­ge­gen ver­sucht ein Bauer, eine Anlage zu bauen, da er darin eine Zukunft als Ener­gie­wirt für seine Fami­lie sieht. Die Anwoh­ner dage­gen sind sauer und fürch­ten Gestank und im schlimms­ten Fall, dass eine Bio­gas­an­lage plötz­lich explo­die­ren könnte.

Thema Wind­kraft:
Auch diese Ener­gie­for­men sorgt für kon­träre Posi­tio­nen: Die ers­ten Wind­rä­der in Mit­tel­hes­sen ent­stan­den im Vogels­berg­kreis. Dort herrscht jetzt Unmut, dass der Vogels­berg­skreis zur Rück­zugs­flä­che der hes­si­schen Wind­in­dus­trie wer­den könnte. In einer Pres­se­mit­tei­lung vom 16. Januar 2010 hatte der Vogels­ber­ger Land­rat Rudolf Marx sei­nem Unmut Luft gemacht und war mit der Regio­nal­ver­samm­lung und dem Regie­rungs­prä­si­dium ins Gericht gegan­gen. Die betrof­fe­nen Bür­ger in sei­nem Land­kreis, in die­sem Fall in Alsfeld-Fischbach hatte er zum ver­nehm­ba­ren Pro­test auf­ge­for­dert. Für Unmut hatte die Dis­kus­sion um die Errich­tung von Wind­rä­der auch vor eini­gen Jah­ren in Bie­ber­tal im Land­kreis Gie­ßen gesorgt, der­selbe Land­kreis sorgt gegen­wär­tig  mit dem Rabenauer Orts­teil Rüd­dings­hau­sen mit dem Unwil­len windkraft-kritischer Mit­bür­ger in den loka­len Zei­tun­gen für Schlag­zei­len. Der Trend setzt sich mit dem Pro­test einer land­kreis­über­grei­fen­den Bür­ger­in­itia­tive (BI) an der west­li­chen Grenze des Regie­rungs­prä­si­di­ums Mit­tel­hes­sens fort: Gegen den Plan fünf Wind­rä­der auf dem 605 Meter hohen Kno­ten im hes­si­schen Wes­ter­wald zu errich­ten, wen­det sich die BI Kno­ten. Sie fürch­tet um den tou­ris­ti­schen Erho­lungs­wert. Gleich­wohl gibt es Stim­men, die sagen, dass zum einen die BI sel­ber nur halb­her­zig arbeite und wesent­lich grö­ßere Kon­se­quen­zen die Erdab­bau­pläne einer Ton­firma für die Region hät­ten.
Im Gegen­satz zu die­sen Bür­ger­pro­tes­ten stan­den dage­gen die Men­schen, die inzwi­schen wie­der gegen Atom­kraft auf die Stra­ßen gehen wie zuletzt in Bib­lis. An den Pro­tes­ten hat­ten auch viele Mit­tel­hes­sen teil­ge­nom­men, dar­un­ter auch der hes­si­sche SPD-Vorsitzende Thors­ten Schäfer-Gümbel.

Alter­na­tive Holz?
Der hohe Wald­an­teil Hes­sens und die aus­ge­prägte länd­li­che Struk­tur haben die hes­si­schen Lan­des­re­gie­run­gen in der Ver­gan­gen­heit dazu bewo­gen, den Bio­mas­se­an­teil in der Ener­gie­ge­win­nung aus­zu­bauen. Dar­un­ter fällt neben Bio­gas­an­la­gen auch die Nut­zung der vor der Tür ste­hen­den Wäl­der. Aber auch hier regen sich immer wie­der Pro­teste: Kri­ti­ker befürch­ten, dass dar­un­ter die hes­si­schen Wäl­der lei­den und mit der Zeit kahl wer­den könn­ten. Dass die ver­ant­wort­li­chen Forst­fach­leute gebets­müh­len­ar­tig wie­der­ho­len, dass hier kei­ner­lei Gefahr droht, nutzt wenig.

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Comments

  1. Mike says:

    Finde ich ein super Pro­jekt, end­lich mal sau­bere Energie!!

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