4. Februar 2012

In eige­ner Sache: Spen­den­fi­nan­zier­ter regio­na­ler Recherchejournalismus

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Liebe Mit­tel­hes­sen­blog­le­ser: Die Zugriff­zah­len der letz­ten 14 Tage zei­gen, wo es Ihnen unter den Nägeln brennt: An ers­ter Stelle steht der 1.-Mai-Artikel über die Angst einer Schlecker-Mitarbeiterin, aus dem Näh­käst­chen zu plau­dern, weil sie ihren Arbeits­platz nicht ver­lie­ren will. Die Frau hat Angst, obwohl ihr das Mit­tel­hes­sen­blog voll­um­fäng­li­chen Schutz garan­tie­ren kann und wird. Direkt danach kom­men die Geschich­ten rund um den hes­si­schen Hoch­schul­pakt, die NRW-Wahl, den Süd­deut­schen Jour­na­lis­ten­tag und die Arti­kel rund um Biogas.

Die ers­ten vier Plätze gehö­ren in die Kate­go­rie des Recher­che­jour­na­lis­mus. Ihre Reak­tion, liebe Mit­tel­hes­sen­blog­le­ser, zeigt mir, dass Sie die­sen Stil rei­nem Berichts­jour­na­lis­mus vor­zie­hen. Durch­schnitt­lich hat jeder von Ihnen sich rund vier Minu­ten Zeit genom­men, um  die Geschich­ten zu lesen, ist teil­weise den wei­te­ren Links gefolgt. Dafür mei­nen herz­li­chen Dank.
Das Mit­tel­hes­sen­blog ist nun bald ein hal­bes Jahr online. Den rich­ti­gen Schwung gab es in den ver­gan­ge­nen zwei Mona­ten, zuletzt in den zurück­lie­gen­den drei  Wochen, der Zeit in der die zeit­in­ten­si­ve­ren Recher­che­ar­ti­kel ent­stan­den sind. Davon will ich Ihnen gerne mehr lie­fern. Auf Dauer geht das aller­dings nicht, ohne dass dabei auch Geld in die Kasse des Mit­tel­hes­sen­blogs fließt.  Die Jour­na­lis­mus­form, die Sie dabei prä­sen­tiert bekom­men, ist ein Jour­na­lis­mus, den es in die­ser Form zur Zeit in Deutsch­land noch nicht gibt. Er ver­bin­det Ele­mente aus dem Lokal– und dem Maga­zin­jour­na­lis­mus, ergänzt um die Mög­lich­kei­ten, die der Online­jour­na­lis­mus bie­tet, um mit der Zeit eine höchst eigene Form zu schaffen.

Dabei könn­ten Sie mit Ihren Anre­gun­gen, eige­nem Erleb­ten eine zen­trale Rolle spie­len. Wie das? Das Mit­tel­hes­sen­blog bie­tet Ihnen das Wis­sen und das Kön­nen eines gestan­de­nen haupt­be­ruf­lich freien Jour­na­lis­ten an, der sich Unbe­stech­lich­keit und Hart­nä­ckig­keit als oberste Prä­misse sei­ner Arbeit gesetzt hat. Mei­nen Infor­man­ten und Tip­ge­bern gewähre ich abso­lu­ten Quel­len­schutz . Die ein­zige Bedin­gung, die ich stelle: Ihr unbe­ding­tes Ver­trauen und die für mich nach­prüf­bare Echt­heit Ihrer Infor­ma­tio­nen. Mein Ziel ist es, auch in der Region einen inves­ti­ga­ti­ven Recher­che­jour­na­lis­mus zu eta­blie­ren, der als Auf­trag­ge­ber den Bür­ger hat. Das bedeu­tet ein Höchst­maß an redak­tio­nel­ler Unabhängigkeit.

Im Fall eines klas­si­schen wer­be­fi­nan­zier­ten Blog-Angebots hieße das, dass Sie sich mit der Zeit nicht nur an Google– und andere Wer­be­an­zei­gen gewöh­nen müs­sen son­dern auch daran, dass sich Fir­men­por­traits im Blog wie­der­fin­den, die dann natür­lich im Falle eines Fal­les sel­ber nicht Recher­che­ge­gen­stand sein kön­nen. Denn das schließt sich aus. Nicht nur nach den Regeln des deut­schen Pres­se­rats son­dern gene­rell auch nach den Grund­la­gen eines ehr­li­chen Journalismus.

Wie soll nun also Geld flie­ßen, wenn nicht durch Wer­bung und PR-Anteile im Mittelhessenblog?

Dafür gibt es  drei Möglichkeiten:

1). Dona­ti­on­but­ton — Spendenknöpfe

Ich werde neben jeden Arti­kel einen soge­nann­ten Dona­ti­on­but­ton set­zen. Heißt, Sie kli­cken auf den But­ton und spen­den damit einen Bei­trag. Das ist eine Mög­lich­keit für klei­nere Arti­kel, bei denen ein Anruf genügt und kein grö­ße­rer zeit­li­cher Auf­wand dahin­ter steckt.

2.)

Indi­vi­du­el­ler Recher­che­auf­trag mit Mit­tel­be­schaf­fung durch den Auftraggeber

Sie inter­es­sie­ren sich für ein bestimm­tes Thema, das einen grö­ße­ren Recher­che­auf­wand not­wen­dig macht. In dem Fall kal­ku­liere ich Ihnen den Preis und Sie wer­ben in Ihrem per­sön­li­chen Umfeld  um finan­zi­elle Unter­stüt­zung.  Das Recherch­er­geb­nis wird in eine jour­na­lis­ti­sche Form gegos­sen und im Blog prä­sen­tiert. Was in jedem Fall aller­dings nicht kal­ku­lier­bar ist, ist das Ergeb­nis der Recher­chen, Wenn sich am Ende der Recher­che her­aus­stellt, dass es sich um rein pri­vate Pro­bleme ohne öffent­li­chen Bezug han­delt, ist diese Ergeb­nis höchs­tens von pri­va­tem Inter­esse und kein Fall für eine jour­na­lis­ti­sche Auf­ar­bei­tung. In die­sem Fall rechne ich dann die rei­nen Recher­che­kos­ten ab und erstelle Ihnen eine Doku­men­ta­tion für Ihre Unter­la­gen.
In jedem Fall muss natür­lich die redak­tio­nelle Unab­hän­gig­keit des Mit­tel­hes­sen­blogs gewähr­leis­tet blei­ben, um damit auch in Ihrem Inter­esse als Auf­trag­ge­ber einer Recher­che glaub­wür­dig zu blei­ben. Die­ses Modell gilt glei­cher­ma­ßen für pri­vate wie insti­tu­tio­nelle Aufftraggeber.

3.)

Gemein­nüt­zi­ger Trä­ger­ver­ein für unab­hän­gi­gen freien Recherchejournalismus

Ein gemein­nüt­zi­ger Trä­ger­ver­ein (den es noch nicht gibt) bil­det die Grund­lage für einen unab­hän­gi­gen freien Recher­che­jour­na­lis­mus in der Region und sorgt für Fund­rai­sing, sprich die Beschaf­fung der not­wen­di­gen finan­zi­el­len Grund­lage für eine Recher­che und die anschlie­ßende Auf­ar­bei­tung.  Die Gemein­nüt­zig­keit lei­tet sich von der Wäch­ter­rolle des Jour­na­lis­mus in einer demo­kra­tisch orga­ni­sier­ten Gesell­schaft ab.

Zur Zeit wären Mög­lich­keit 1 und 2 Modelle, die ich mit­ein­an­der ver­bin­den kann, vor­aus­ge­setzt, beide Modelle sto­ßen auf Ihre Zustim­mung, liebe Mit­tel­hes­sen­blog­le­ser.  Nut­zen Sie bitte die Kom­men­tar­funk­tion, um Ihre Nach­richt zu hin­ter­las­sen. Ich werde aller­dings nur sol­che Kom­men­tare zulas­sen, die sich an der gewohn­ten Neti­quette ori­en­tie­ren. Um direkt mit mir in Kon­takt zu tre­ten, nut­zen Sie die ange­ge­bene Mail­adresse kontakt@mittelhessenblog. de. Der Betreff:  Recherche.

Um mir einen Auf­trag zu geben, müs­sen Sie nicht zwangs­läu­fig in Mit­tel­hes­sen woh­nen. Nicht umsonst heißt es ja :

Freier Jour­na­lis­mus aus Mit­tel­hes­sen (nicht nur) für Mittelhessen.

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Com­ments

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Comments

  1. Tim says:

    Was ist denn Recherche-Journalismus? Gibt es auch spen­den­fi­nan­zier­ten Abschreibe-Journalismus (wahr­schein­lich tat­säch­lich). Klingt für mich jeden­falls wie ein wei­ßer Schimmel.

  2. Lie­ber Tim,

    sicher­lich eine berech­tigte Frage. Eine Suche im Inter­net nach dem Begriff Recherche-Journalismus (mit oder ohne Bin­de­strich) lie­fert aber immer­hin den Beweis, dass ich den Begriff nicht erfun­den habe, son­dern er von Kol­le­gen des Deutsch­land­ra­dios, der Frank­fur­ter Rund­schau und der Rhei­ni­schen Post genauso gebraucht wird. Es geht immer wie­der um das eine: Jour­na­lis­mus, der nach­fasst und sich nicht mit vor­ge­fer­tig­ten Pres­se­mit­tei­lun­gen zufrie­den­gibt. Das ist ja immer­hin schon mal ein Ansatz. :-)

    Es grüßt der Mittelhessenblogger

  3. Wruck says:

    Wer Unab­haen­gig­keit will, sollte nicht knaus­rig sein.

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