<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mittelhessenblog</title>
	<atom:link href="http://www.mittelhessenblog.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.mittelhessenblog.de</link>
	<description>Um die Ecke geguckt: Freier Journalismus aus Mittelhessen (nicht nur)  für Mittelhessen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Feb 2012 23:44:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Mittelhessen — Onlinewüste in Aufbruchstimmung? Eindrücke von der  ersten Socialbar in Marburg</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/16/mittelhessen-onlinewuste-in-aufbruchstimmung-eindrucke-von-der-ersten-socialbar-in-marburg/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/16/mittelhessen-onlinewuste-in-aufbruchstimmung-eindrucke-von-der-ersten-socialbar-in-marburg/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 14:19:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerwille]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs in Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Carrie Dohe]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Kirche Kurhessen Waldeck]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Flickr]]></category>
		<category><![CDATA[Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Hanno Groth]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin Probiesch]]></category>
		<category><![CDATA[Marburg]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Michel]]></category>
		<category><![CDATA[Silvia Grundmann]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Socialbar]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Scholz]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltbeauftragte]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4901</guid>
		<description><![CDATA[

&#160;

Mittelhessen ist, aus dem Blickwinkel internetaktiver Menschen, für die die Begriffe Facebook, Twitter, Xing oder Diigo und Flickr normale Alltagsvokabeln sind, wie für andere Backhausbrot, Kegelbahn oder Schoppepetzer, anscheinend noch ein Landstrich mit "vielen Entwicklungsmöglichkeiten". Das zumindest ist eines der Resultate des ersten Socialbar-Treffens, das in Marburg  veranstaltet wurde. Zum Auftakt waren rund 30 ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><div id="attachment_4946" class="wp-caption aligncenter" style="width: 546px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/02/introsocialbar.jpg"><img class=" wp-image-4946   " title="Erste Socialbar in Marburg" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/02/introsocialbar.jpg" alt="" width="536" height="149" /></a><p class="wp-caption-text">Repro: Mittelhessenblog –Quelle: Socialbar.de</p></div>
<p> </p>
<p><strong>Mittelhessen ist, aus dem Blickwinkel internetaktiver Menschen, für die die Begriffe Facebook, Twitter, Xing oder Diigo und Flickr normale Alltagsvokabeln sind, wie für andere Backhausbrot, Kegelbahn oder Schoppepetzer, anscheinend noch ein Landstrich mit „vielen Entwicklungsmöglichkeiten”. Das zumindest ist eines der Resultate des ersten Socialbar-Treffens, das in Marburg  veranstaltet wurde. Zum Auftakt waren rund 30 interessierte Mittelhessen gekommen.</strong></p>
<p><a href="http://www.barrierefreie-informationskultur.de/">Kerstin Probiesch</a> und <a href="http://gradmesser.blog.biomail.de/">Hanno Groth</a> heißen die zwei Organistoren des  ersten Socialbar-Treffen für Marburg, das erste  überhaupt in Mittelhessen. Probiesch ist selbständige Beraterin für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media#Technologien">Social Media</a>, Barrierefreiheit im Internet, Webkompetenz, sprich, für alles, was in irgendeiner Weise damit zu tun hat, wie man sich im Internet bewegt.</p>

<a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/gallery/socialbar-marburg-2/kerstin-probiesch.jpg" title="" class="shutterset_singlepic30" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/gallery/cache/30_web20_320x240_kerstin-probiesch.jpg" alt="Kerstin Probiesch" title="Kerstin Probiesch" />
</a>

<p>Groth ist, so seine eigene Beschreibung in seinen Twitterprofil, Netzwerkarchitekt und Projektentwickler. Angesichts des Vorlaufs, mit dem die erste Veranstaltung ihrer Art im mittelhessischen Raum, im angestammten Medium, nämlich dem Internet, verbreitet worden war, hatten beide eigentlich mit einem größeren Echo gerechnet, sehen aber Chancen für ein neues Treffen, das voraussichtlich bereits März oder April stattfinden könnten. 
<a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/gallery/socialbar-marburg-2/hannogroth.jpg" title="" class="shutterset_singlepic29" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/gallery/cache/29_watermark_320x240_hannogroth.jpg" alt="Hanno Groth" title="Hanno Groth" />
</a>
Groth hatte zur Einführung ins Thema eine eigene Untersuchung über die Nutzung von Twitter, Facebook und anderer interaktiver Dienste wie  im Marburger Raum vorgestellt.  Diese spiegelte eher eine verhaltene Nutzung wider. Die Ergebnisse, so Groth, könnten auch auf den restlichen  restlichen mittelhessischen Raum übertragen werden.</p>
<p>Die Idee der Socialbar selber ist inzwischen vier  Jahre alt und wurde in Berlin geboren. Bislang hatten die Treffen immer in großen Städten wie Berlin, Köln, Stuttgart oder München stattgefunden. Mit Marburg war es zum ersten Mal eine kleinere Stadt. Die Kernidee: Vertreter der Zivilgesellschaft im Internet zusammenbringen, damit diese dort ihre Gedanken austauschen und gemeinsame Ideen dann offline, also im realen analogen Welt aus „Fleisch und Blut”, umsetzen. Im Kern steht der Einsatz für eine „bessere und nachhaltigere Welt”, sprich Gedanken rund um den Umweltschutz, Generationenmiteinander und andere Themen, die ursprünglich aus der Arbeit der Lokalen Agenda 21, der sozialen Arbeit der Kirchen bekannt sich, finden sich verändert und zeitlich angepasst bei Akteuren der Social Bar. Geht es um das Vernetzen im Internet, sind in der Regel Blogs oder Werkzeuge wie Facebook, Twitter oder Youtube gemeint.  Auf den Gedanken  der Socialbar war 2008   <a href="http://socialbar.de/wiki/Benutzer:S0phie_Sch0lz">Sophie Scholz</a> in Berlin gekommen.</p>
<p>Anders als in einem Netzwerk  wie Xing, das vom Grundgedanken der direkten Anbahnung von Geschäftskontakten dient, geht es bei der Socialbar aber um etwas anderes: „Wer hier mitorganisiert, Vorträge hält, tut das in erster Linie nicht, um sich selber anzupreisen oder vorzustellen. Im Vordergrund steht das gegenseitige Kennenlernen und dann über Social Media das Voranbringen gemeinsamer Ideen”, machten Probiesch und Groth im ersten Teil des rund dreistündigen Treffens klar. Das am Ende zwischen der Theorie des Anspruchs, sich vollständig als Teilnehmer zurückzunehmen und der Praxis, ohne eigene Erfahrungen keine Impulse geben zu können, geschweige denn, ohne den eigenen Verein, das eigene Unternehmen kurz zu umreißen, kaum ein Netzwerken möglich ist, ist eine andere Sache, schmälert aber nicht den Wert der Socialbar.</p>
<p>„Am besten überlegt Ihr Euch erst einmal, was Ihr in den Social Media schreibt”, riet Kerstin Probiesch für das künftige Vernetzen. Sie seien zwar ein nützliches Werkzeug, um sich zu vernetzen. Nur, was einmal im Internet kursiere, könne nur schwer wieder gelöscht werden.  Genauso wichtig sei das Zielpublikum: Schüler etwa erreiche man heute eher mit einer Nachricht in Facebook als mit klassischen Faltzetteln. Probiesch meinte aber auch, dass etwa Wer-kennt-wen (WKW) doch besser als sein Ruf sei und ebenfalls ein gutes Werkzeug für Vernetzung. Die Webberaterin, die die verschiedenen Dienste immer wieder miteinander vergleicht, ging auch auf die Unterschied zwischen Twitter, Facebook und Google+ ein. Der Der Dienst, den Google als Angriff auf Facebook gedacht hatte, ist aus ihrer Sicht zu glatt. Insbesondere die Tatsache, dass Texte, die spontan geschrieben würden, hinterher um kleine individuelle Merkmale wie Vertipper gebracht würden, beraube diese ihrer Einzigartigkeit. Auf der anderen Seite müsse man eine Grenze ziehen: „Nicht jede Lebensäußerung muss in Facebook oder Twitter stehen”, kritisiert sie die Manie vieler FB-Nutzer, quasi ihr Leben minütlich zu dokumentieren.</p>
<p> </p>
[Diaschau zeigen]
<p> </p>
<p>Wie es um die Nutzung von Twitter, Facebook und Co in der Universitätstadt aussieht, machte Groth mit Zahlen der von ihm untersuchten Gruppen deutlich. So hätten hätten rund 50 Prozent Twitter wieder beendet. Am Beispiel des Kfz belegte Groth, dass hier zumindest Facebook eine gewisse Bedeutung habe. Zum Zeitpunkt seiner Untersuchung sprachen 139 Facebooknutzer über das Kulturzentrum. Gegenwärtig (Anm.: zum Zeitpunkt der Anfertigung dieses MHB-Artikels) sind es 42 auf der <a href="https://www.facebook.com/pages/Kulturladen-KFZ-Marburg/124657797577472?sk=app_2309869772">Fanseite </a>des Kfz, die darüber sprechen.</p>
<p>Eine kurze Rundfrage unter den Besuchern lieferte ein ähnliches Bild: Diejenigen, die ohnehin bloggen oder sich regelmäßig im Internet bewegen, benutzen in der Regel auch einen oder mehrere der Social-Media-Dienste. Unter den 30 Besuchern war es aber rund eine Handvoll, abgesehen von den beiden Organisatoren der Socialbar und anwesenden Journalisten, für die diese Handwerkzeuge zum Alltag gehören. Eine alternative Meinung kam allerdings von einem Vertreter der Piratenpartei. Er sagte, dass für ihn Emails immer noch die informativste Art des Meinungs– und Gedankenaustauschs seien.</p>
<p>Der Grund, die Socialbar zu besuchen, lag für viele in einer direkten persönlichen Einladung. 
<a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/gallery/socialbar-marburg-2/thomas-arndt.jpg" title="" class="shutterset_singlepic31" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/gallery/cache/31_watermark_320x240_thomas-arndt.jpg" alt="Thomas Arndt" title="Thomas Arndt" />
</a>
 So auch für Thomas Arndt, den Umweltbeauftragten des evangelischen Kirchenkreises der Stadt Marburg. Er bekannte freimütig, bislang mit Social Media noch keine großen Erfahrungen gesammelt zu haben.  Von dieser Veranstaltung wolle er auf jeden Fall Impulse und Anregungen mitnehmen, sagte Arndt. Dass die digitale Vernetzung auch unter den Seiten der evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck noch ausbaufähig ist, beweist die Probe aufs Exempel. Wer mit Arndt übers Netz direkt in Verbindung treten möchte, dürfte auf Schwierigkeiten stoßen. Denn auch nach einer gezielten <a href="http://www.ekmr.de/index.php?id=5&amp;L=0">Suchanfrage</a> tritt Arndt weder auf der Internetseite des evangelischen Kirchenkreises Marburg noch auf der übergeordneten Seite der <a href="http://www.ekkw.de/umwelt/">EKKW  </a>als Umweltbeauftragter in Erscheinung. Lediglich über eine Archivsuchfunktion wird Arndt in einem <a href="http://www.ekkw.de/aktuell/archiv_4874.htm">Artikel </a>der Agentur epd als Umweltbeauftragter des evangelischen Kirchenkreises genannt. Wer allerdings Arndt nur mit den Suchbegriffen „Thomas Arndt, Umweltbeauftragter” sucht, also nicht zielgerichtet, der bekommt wenigstens in der Googlesuche eine Telefonnummer in einem Text auf der zentralen Seite des Umweltbeauftragten der EKKW eingeblendet. Es handelt sich dabei um einen Artikel aus dem Jahr 2006 der Januar/Februar-Ausgabe von “Kirche in Marburg” über „<a href="http://www.ekkw.de/umwelt/?_site=grabsteine&amp;_part=perspektive&amp;_doc=html">Billige Grabsteine durch Kinder– und Sklavenarbeit</a>”.</p>
<p>Für <a href="http://www.uni-marburg.de/fb03/ivk/religionswissenschaft/personalia/dohe">Carrie Dohe</a> bieten Social Media einen etwas anderen Ansatz. Die Religionswissenschaftlerin aus Chicago arbeitet an der Philippsuniversität in Marburg als Gastforscherin und Lehrbeauftragte in Marburg und in Chicago an   ihrer Doktorarbeit.  Gegenwärtig beginnt sie ein neues Forschungsprojekt, das sich mit Religion und Ökologie befasst. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt dabei in Marburg.  In der Socialbar sieht die Wissenschaftlerin, die auch in Facebook ein Profil hat, eine Möglichkeit, ihre Arbeit voranzubringen.</p>
<p>Roland Michel hatte die schiere Neugier auf die Veranstaltung getrieben. Der Rentner hofft darauf, dass sich über die Socialbar vielleicht gerade für ältere Mitmenschen abseits jeder offiziellen politischen oder behördlichen Institution Möglichkeiten entwickeln lassen, wie  Bezieher kleiner Renten am kulturellen Leben teilnehmen können und nicht ausgeschlossen werden. „Ich habe hier etwas im Auge. Noch ist das Ganze aber nicht spruchreif. Die Socialbar hat dafür aber einige interessante Anregungen geliefert”, so Michel.</p>
<p>„Ihr müsst sehen, dass Ihr nicht nur Marburg ansprecht, sondern noch darüber hinaus geht. Eure Idee ist nämlich gut”, war wiederum ein Echo, das aus dem Publikum Silvia Grundmann zu hören bekam. Sie stellt die Idee der alternativen Stadtführungen vor, ein gemeinsames Projekt der Bundjugend und der Weltläden. Bei dem Projekt geht es um ein kritischen Blick hinter Auswirkungen globalisierter Wirtschaftsbeziehungen vor der eigenen Haustür. Bundesweit wird das Projekt zwar mit der <a href="http://www.weltbewusst.org/">Weltbewusst</a> beworben, wie Grundmann findet, sei die Idee in der Fläche aber noch nicht so weit verbreitet. Auf der Website selber wird auf 35 Städte hingewiesen, in denen es Ansprechpartner gibt. Mittelhessen ist dort bisher nur mit Eva Winter und Hanna Momour in Gießen vertreten, die dort den weltbewussten Stadtrundgang anbieten. Marburg selber wird auf dieser Karte nicht aufgeführt.</p>
<p>Wie die Chancen, dass Silvia Grundmann, Thomas Arndt oder auch Roland Michel mit ihren Ideen und Vernetzungswünschen nach dieser ersten Socialbar in Mittelhessen, in Marburg, nun weiter vorankommen,  werden sich zeigen. Die Stimmung, die an diesem Abend in Marburg zu spüren war, lässt zumindest hoffen, dass nun einige weitere Impulse für die Vernetzung von Vereinen, diversen kreativen und findigen Köpfen nichht nur in Marburg gelegt wurden. Dass es eine nächste Socialbar geben wird, sind sich Probiesch und Groth sicher. Ob wieder in Marburg, Gießen, Wetzlar, Limburg, Haiger , Alsfeld oder einer anderen mittelhessischen Stadt, wird sich weisen. „Was gebraucht wird, sind Leute, die bereit sind, es zu tun. Wir helfen jedenfalls gerne” sagen beide. Eines dürfte aber auch klar sein: Ohne Sponsoring oder Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort gehe es nicht. In dem Falle war es das <a href="http://www.ttz-marburg.de/">Technologie– und Tagungszentrum</a>, das zu den Stadtwerken Marburg gehört.</p>
<p> </p>
<p>————-<br />
<em><span style="color: #800000;">Redaktioneller Hinweis: Für das Mittelhessenblog hat der Marburger Kameramann Hans Magnus Pechel, Inhaber des <a href="http://www.medienbuero-marburg.de/"><span style="color: #800000;">Medienbüro Marburg</span></a>,  ein Video über diesen Abend gedreht. Dieser Beitrag wird in den nächsten Tagen ebenfalls auf dem Mittelhessenblog zu sehen sein. Pechel hatte  sich vor einigen Wochen entschieden, die redaktionelle Arbeit des Mittelhessenblog zu unterstützen. Diese Produktion ist die erste gemeinsame Arbeit.</span></em></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/16/mittelhessen-onlinewuste-in-aufbruchstimmung-eindrucke-von-der-ersten-socialbar-in-marburg/" rel="bookmark">Mittelhessen — Onlinewüste in Aufbruchstimmung? Eindrücke von der  ersten Socialbar in Marburg</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 16. Februar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4901&amp;md5=c27ee93a961a3aec3f0c0443a3d14902" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/16/mittelhessen-onlinewuste-in-aufbruchstimmung-eindrucke-von-der-ersten-socialbar-in-marburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundesverfassungsgericht watscht geizige Hessen ab: Bundesland  bricht mit Gehältern für  junge Professoren die Verfassung — Marburger Chemieprofessor bekommt Recht</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/14/bundesverfassungsgericht-watscht-geizige-hessen-ab-bundesland-bricht-mit-gehaltern-fur-junge-professoren-die-verfassung-marburger-chemieprofessor-bekommt-recht/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/14/bundesverfassungsgericht-watscht-geizige-hessen-ab-bundesland-bricht-mit-gehaltern-fur-junge-professoren-die-verfassung-marburger-chemieprofessor-bekommt-recht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 20:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerwille]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alimentation]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 33 Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Beamte]]></category>
		<category><![CDATA[Beamtengehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Roling]]></category>
		<category><![CDATA[Besoldungsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht.]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Fürsorgepflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen-Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpakt]]></category>
		<category><![CDATA[Juniorprofessor]]></category>
		<category><![CDATA[Karlsruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Marburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Professoren]]></category>
		<category><![CDATA[Professorenbesoldung]]></category>
		<category><![CDATA[Treueverhältnis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskraft]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf Klinz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4875</guid>
		<description><![CDATA[Mittelhessen steht einmal mehr im Rampenlicht. Diesmal nicht mit  Pilotprojekten zur Bioenergie, in der Telemedizin oder der Breitbandvernetzung ländlicher Räume, sondern beim Kampf um Lohngerechtigkeit - besser gesagt, beim Kampf um verfassungsgemäße Gehälter für Professoren. Die Karlsruher Richter gaben dem  Marburger Hochschullehrer Bernhard Roling Recht, dass er verglichen mit seinen Anstrengungen um eine qualifizierte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><strong>Mittelhessen steht einmal mehr im Rampenlicht. Diesmal nicht mit  Pilotprojekten zur Bioenergie, in der Telemedizin oder der Breitbandvernetzung ländlicher Räume, sondern beim Kampf um Lohngerechtigkeit — besser gesagt, beim Kampf um verfassungsgemäße Gehälter für Professoren. Die Karlsruher Richter gaben dem  Marburger Hochschullehrer Bernhard Roling Recht, dass er verglichen mit seinen Anstrengungen um eine qualifizierte akademische Bildung, seiner Verantwortung für Lehre und Forschung und dem in der Öffentlichkeit mit dem Amt verbundenen Ansehen einfach zu wenig verdiene, so sehr, dass dadurch das Grundgesetz verletzt wird. Das Urteil, so die Einschätzung, ist nicht nur ein Signal für  Hessen, sondern gleich für alle jungen Hochschullehrer, noch mehr überhaupt für das Beamtentum.<br />
</strong></p>
<p>Über das <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg12-008.html">Urteil</a> an sich haben, kaum das es gesprochen war, bereits Nachrichtenagenturen einschließlich der Leitmedien und Tageszeitungen berichtet. So richtungsweisend das Urteil sein mag, interessant ist genauso, wer der Mensch ist, der Wissenschaftler, der sich neben seiner Hochschularbeit noch den Gang vor Gericht aufgeladen hatte. Interessant ist auch, wo sich das Land Hessen selber denn sieht, der nun als knausriger Verfassungsbrecher abgestrafte Dienstherr. Die Mittelhessenblog-Redaktion hat um die Ecke geguckt und dabei einen Querschnitt aus im Netz verfügbaren Informationen erstellt.</p>
<p>Was war geschehen? Ein junger Chemieprofessor, Jahrgang 1965, hatte in Marburg 2005 eine Stelle als so genannter W-Professor angetreten. Und bald gemerkt, dass er nach seiner Auffassung zu wenig für die geleistete Arbeit und von ihm erwartete Arbeit bekam. Roling zog vor das Verwaltungsgericht in Gießen und das winkte 2011 den ganzen Fall zur Vorlage nach Karlsruhe durch. Dort kam es, was in derlei Fällen höchst selten der Fall ist, zu einer öffentlichen Verhandlung und am 14. Februar zum Urteilsspruch.<br />
Genau zehn Jahre vor dem Antritt seiner Professorenstelle  gehörte Prof.Dr. Bernhard Roling, damals noch als frischer Dr. Bernhard Roling zu den besten 76 jungen Wissenschaftlern, die am 6. Dezember 1995 für ihre hervorragenden Leistungen in ihren Doktorarbeiten an der <a href="http://www.uni-muenster.de/Rektorat/upm/upm51206.htm">Westfälischen Wilhelms-Universität Münster</a> ausgezeichnet worden waren. Damals war Roling rund 30 Jahre alt und hatte bereits eine intensive Zeit des Lernens und Forschens hinter sich gebracht. In den folgenden Jahren war Roling dann als Privatdozent an der Universität beschäftigt. Noch drei Jahre, bevor er die Professorenstelle an der Philipps-Universität in Marburg antrat, belegt eine Dissertation, dass Roling anderen Kollegen bei der Erlangung des Doktorgrades mit <a href="http://wzeu.ask.com/r?t=p&amp;d=eu&amp;s=de&amp;c=a&amp;app=a16&amp;dqi=&amp;askid=&amp;l=dir&amp;o=10181&amp;sv=0a652943&amp;ip=54a2dd2e&amp;id=D730CBB2C8AECFDC688719ACA8B07DED&amp;q=Bernhard+Roling&amp;p=1&amp;qs=0&amp;ac=24&amp;g=3702nHKkDDlB8W&amp;cu.wz=0&amp;en=te&amp;io=0&amp;ep=&amp;eo=&amp;b=a010&amp;bc=&amp;br=&amp;tp=d&amp;ec=1&amp;pt=Untersuchung%20der%20Ionendynamik%20in%20Li...&amp;ex=tsrc%3Dtled&amp;url=&amp;u=http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-265/0titel.pdf">Rat und Tat zur Seite steht.</a> Dass Roling keineswegs den Typus eines der „faulen Säcke” bediente, mit dem EX-Bundeskanzler Gerhard Schröder Lehrer aufs Korn nahm, belegen unter anderem Veröffentlichungen über Forschungsergebnisse in der Zeitschrift für Physikalische Chemie .  Vor kurzem erst machte seine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung einer elektrochemischen Mikromesszelle von sich reden. Diese Zelle kann sehr niedrige Elektrolytmengen messen und deswegen, so die Einschätzung im schweizerischen Bulletin Online, eine mögliche Batterie der Zukunft sein. Das Bulletin ist die Fach– und Verbandspublikation von <a href="http://www.bulletin-online.ch/de/themen/energietechnik/artikel-detailansicht/news/6114-elektrochemische-mikromesszelle-fuer-die-batterie-der-zukunft.html">Electrosuisse und VSE</a> . Einen Eindruck seiner Arbeit vermittelt auch ein Videobeitrag, in dem Roling die Geschichte Ionischer Flüssigkeiten erläutert.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/8909130?title=0&amp;color=ffffff" frameborder="0" width="400" height="225"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/8909130">Folge 35 — Die Geschichte der ionischen Flüssigkeiten</a> from <a href="http://vimeo.com/user1761000">Chymiatrie</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Mit anderen Worten: Roling tritt damit einmal mehr den Beweis an, dass er seinem Dienstherrn, dem Land Hessen, durchaus nicht auf der Tasche herumliegen will, sondern für das Geld, das ihm von Rechts wegen zusteht, etwas leisten will. Und sofern man der Botschaft Glauben schenken will, sieht Hessen sich ja durchaus in Deutschland als eines der wohlhabenden Länder, geht es etwa um Fragen des Länderfinanzausgleichs. Zudem sieht sich Hessen selber als eine der stärksten Wirtschaftsregionen Europas und letzlich als Deutschlands Motor der Wirtschaft. So jedenfalls beschreibt Dr. Wolf Klinz auf seiner <a href="http://www.wolf-klinz.de/index.php/kurzportrait-hessen.html">Website</a> seine hessische Heimat. Nicht als eingefleischter Lokalpatriot, sondern als Mitglied des Europäischen Parlaments. Klinz ist Freidemokrat. Eigentlich, so sollte man meinen, hätte dies ausreichen müssen, jungen Wissenschaftlern, die  ihr Wissen im Hochschuldienst an die weitergeben und vermitteln wollen, genügend finanzielle Anreize durch ein angemessenes Professorengehalt im Sinne der Verfassung zu geben. Tat es aber anscheinend nicht. Das passt ebensowenig ins Bild wie der Protestschrei, der 2010 durch das Bundesland ging, vorangetrieben unter anderem wieder durch Mittelhessen. Was  Professoren,Lehrer  Schüler und Studenten damals auf die Barrikaden steigen ließ: Die angekündigte Kürzung von <a title="Bil­dungs­land Hes­sen: 34 Mil­lio­nen weni­ger für Hoch­schu­len — Mit­tel­hes­si­sche Uni­prä­si­den­ten rea­gie­ren mit offe­nem Brief" href="http://www.mittelhessenblog.de/2010/04/29/bildungsland-hessen-34-millionen-weniger-fuer-hochschulen-mittelhessische-unipraesidenten-reagieren-mit-offenem-brief/">34 Millionen Euro</a> im Bildungsbereich.</p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/14/bundesverfassungsgericht-watscht-geizige-hessen-ab-bundesland-bricht-mit-gehaltern-fur-junge-professoren-die-verfassung-marburger-chemieprofessor-bekommt-recht/" rel="bookmark">Bundesverfassungsgericht watscht geizige Hessen ab: Bundesland  bricht mit Gehältern für  junge Professoren die Verfassung — Marburger Chemieprofessor bekommt Recht</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 14. Februar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4875&amp;md5=5b2810fd3505739ed2ba6bb1779e3bdb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/14/bundesverfassungsgericht-watscht-geizige-hessen-ab-bundesland-bricht-mit-gehaltern-fur-junge-professoren-die-verfassung-marburger-chemieprofessor-bekommt-recht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bange machen? Fehlanzeige! Schlagerstar Michelle Nr 1 aus Biebertal bei Casting für „My Name is” — Am 15. Juni Ausstrahlung bei RTL II</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/12/bange-machen-fehlanzeige-schlagerstar-michelle-nr-1-aus-biebertal-bei-casting-fur-my-name-is-am-15-juni-ausstrahlung-bei-rtl-ii/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/12/bange-machen-fehlanzeige-schlagerstar-michelle-nr-1-aus-biebertal-bei-casting-fur-my-name-is-am-15-juni-ausstrahlung-bei-rtl-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 18:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA["My Name is..."]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Biebertal]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Michelle]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[RTL II]]></category>
		<category><![CDATA[Schlagerstar Michelle Nr1.]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4842</guid>
		<description><![CDATA[Schlagerstar Michelle Nr1 freut sich über langen handschriftlichen Fanbrief. Mindestens genauso groß ist die Freude über die Teilnahme an der Show "My Name is..." Foto: Mittelhessenblog /v.Gallera



Es ist wohl der Höhepunkt in der bisherigen musikalischen Laufbahn des 20-jährigen Musikers Michel Schmidt aus dem mittelhessischen Biebertal: Die Castingteilnahme für die RTL-II-Show "My Name is" . ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_4863" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/02/schmidt11.jpg"><img class="wp-image-4863  " title="Schlagerstar Michelle Nr.1" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/02/schmidt11-300x201.jpg" alt="" width="500" height="401" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Schlagerstar Michelle Nr1 freut sich über langen handschriftlichen Fanbrief. Mindestens genauso groß ist die Freude über die Teilnahme an der Show „My Name is…” Foto: Mittelhessenblog /v.Gallera</dd>
</dl>
</div>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Es ist wohl der Höhepunkt in der bisherigen musikalischen Laufbahn des 20-jährigen Musikers Michel Schmidt aus dem mittelhessischen Biebertal: Die Castingteilnahme für die RTL-II-Show „My Name is” . Am  Sonnabend war er dort,   gemeinsam mit Freunden und Familie .  In der Show werden die besten Pop-Imitatoren gesucht. Die Sendung selber soll am 15. Juni ausgestrahlt werden. Wie er berichtet, ist er nun dabei.<br />
</strong></p>
<p>Das allein ist aber nicht das Entscheidende. Das ist eher etwas anderes: Denn nach Köln war eigentlich Schlagerstar Michelle Nr. 1 gefahren Und das Besondere, was für  sein Leben Normalität ist: Der Privatmann Schmidt wie auch die von ihm geschaffene Bühnenfigur sitzen im Rollstuhl. Mit der Musik und der von ihm im Lauf von rund vier Jahren geschaffenen Bühnenfigur Schlagerstar Michelle Nr. 1 habe er es geschafft, behinderten und kranken Menschen Mut zu machen, schlimme oder ausweglos scheinende Situationen zu überwinden, berichtet er.</p>
<p>Der junge Musiker weiß, wovon er spricht. Denn selber braucht er selber ebenfalls den Rollstuhl, ist zur Bewältigung des Alltags auf fremde Hilfe angewiesen. Dennoch will er unbedingt, soviel es geht,  alles alleine machen -  ohne fremde Hilfe.</p>
<p>In Köln nun seien an diesem Sonnabend rund 500 gekommen, die sich dem Casting stellen wollten, darunter auch einige Gesichter aus „Deutschland sucht den Superstar”. Er habe zum Glück nicht so lange warten müssen, sondern sei zügig an der Reihe gewesen. Um dann am Ende zu erfahren, dass er mit seinem Auftritt die Castingjury überzeugt habe. Im Internet hatte die Ufa die neue Staffel für „My Name is..Sei Dein Star” bereits beworben und potentiellen Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, sich  mit Videobeiträgen <a href="http://www.yourchance.de/casting/Casting__My_Name_Is_-_Sei_Dein_Star__Staffel_2/648">vorzustellen</a>. Die Castingtermine selber sollten im Januar und Februar  dann in Berlin, München und Köln stattfinden.<br />
In der Sendung können diejenigen, die eine berühmten Musiker imitieren, die Chance nutzen und vor einem größeren Publikum beweisen, wie gut sie wirklich sind.<br />
Der Herausforderung will sich der junge Biebertaler stellen, der mit seiner Bühnenfigur musikalisch die Schlagersängerin Michelle (mit bürgerlichem Namen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michelle_%28S%C3%A4ngerin%29">Tanja Shitawey</a>) imitiert. Am 15. Juni nun wird sein Auftritt in der RTL-II-Sendung um 20.15 Uhr ausgestrahlt.</p>
<p>Auf diesem Weg habe ihm die Musik geholfen und Michelle Nr.1 zeige die Stärke, die nicht nur die Fans spüren würden, sondern auch der ganz normale Michel Schmidt.<br />
Den Drang, etwas mit Musik zu machen, habe er schon immer gespürt.  Er nimmt als Jugendlicher Gesangsunterricht — arbeitet mit der Pop-Poetin Nette zusammen. Zwischen 2005 und 2007 nimmt er die ersten CD auf, tritt öffentlich auf, dann geschieht der Rückzug aus der Öffentlichkeit. 2010 schließlich, auf dem Hessentag in Stadtallendorf, gelingt ihm die Rückkehr auf die Bühne — die er mit Hilfe von Sicherheitsleuten erreicht. Als diese ihn mit seinem Rollstuhl auf die Bühne hieven, überkommt ihn ein Gefühl zwischen „Ins nächste Mauseloch verschwinden” und „Augen zu und durch”. Der Auftritt wird ein Erfolg. Was folgt, sind weitere Bühnenauftritte und zwei neue CD-Produktionen zu Beginn und Ende 2011. Bei der Produktion seiner CD wird er von der <a href="http://www.aktion-mensch.de/">Aktion Mensch</a> unterstützt.<br />
2012 nun soll es im Sommer mit einer neuen CD weiter vorangehen. Weitere Auftritte soll es natürlich auch geben. Einer der <a href="https://www.facebook.com/events/332022550151238/">nächsten</a> wird am 4. März im <span class="domtooltips">Rahmen<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Hier finden Sie mehr zum Thema <a href="/category/umwelt/">Umwelt </a></span></span> einer Veranstaltung der Biebertaler Kulturinitiative sein.<br />
Was Schmidt in der jüngeren Vergangenheit besonders gefreut hatte, war ein langer handschriftlicher Brief einer Frau aus dem Braunfelser Ortsteil Philippstein. „Sie muss vermutlich nach meine Adresse gefahndet haben, um mir diesen Brief schreiben zu können. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich den Brief erhalten hatte, wusste ich gar nichts von ihr. Umso mehr freut es mich natürlich, wenn ich ihr mit meiner Musik etwas für ihr Leben geben kann”, sagt Schlagerstar Michelle Nr1.  Eine Laufbahn als Berufsmusiker kann sich Schmidt aber derzeit nicht vorstellen und legt gegenwärtig die Grundlagen für eine Laufbahn in einem ganz konventionellem bürgerlichem Beruf.  „Das allerdings ist eine vollständig andere Geschichte”, will Schmidt eine klare Trennung zwischen dem Leben der Bühnenfigur Schlagerstar Michelle Nr.1 und dem „Menschen wie Du und ich”.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/12/bange-machen-fehlanzeige-schlagerstar-michelle-nr-1-aus-biebertal-bei-casting-fur-my-name-is-am-15-juni-ausstrahlung-bei-rtl-ii/" rel="bookmark">Bange machen? Fehlanzeige! Schlagerstar Michelle Nr 1 aus Biebertal bei Casting für „My Name is” — Am 15. Juni Ausstrahlung bei RTL II</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 12. Februar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4842&amp;md5=fa1865af2cd343a99606b5b3c6ca478e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/12/bange-machen-fehlanzeige-schlagerstar-michelle-nr-1-aus-biebertal-bei-casting-fur-my-name-is-am-15-juni-ausstrahlung-bei-rtl-ii/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MINT und ein Kurzgucker aus Mittelhessen über geographische Verwechslungen: Am Ende war die Technik schuld</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/02/mint-und-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen-uber-geographische-verwechslungen-am-ende-war-die-technik-schuld/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/02/mint-und-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen-uber-geographische-verwechslungen-am-ende-war-die-technik-schuld/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 01:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Agitano]]></category>
		<category><![CDATA[Datenbanken]]></category>
		<category><![CDATA[Heuchelheim]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Physik-Olympiade]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgucker]]></category>
		<category><![CDATA[MINT]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Foitzik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4821</guid>
		<description><![CDATA[Letztlich ist die Technik und nicht die Unwissenheit von Mitarbeitern oder Nachlässigkeit an der Verwechslung Deutschland und Österreichs in einem Nutzerprofil des Netzwerks von Agitano schuld und damit in allerletzter Konsequenz auch der ausschlaggebende Grund für den jüngsten Mittelhessenblog-Kurzgucker: Auf diesen knappen Nenner lässt sich zusammengefasst der Inhalt eines rund einstündigen Gesprächs bringen, das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><strong>Letztlich ist die Technik und nicht die Unwissenheit von Mitarbeitern oder Nachlässigkeit an der Verwechslung Deutschland und Österreichs in einem Nutzerprofil des Netzwerks von Agitano schuld und damit in allerletzter Konsequenz auch der ausschlaggebende Grund für den jüngsten <a title="MINT: Ganz ohne Sprach– und Geo­gra­phie­kennt­nisse geht es auch nicht. Oder: „Micha­el­beu­ern in Deutsch­land”.  Ein Kurz­gu­cker aus Mittelhessen" href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-ganz-ohne-sprach-und-geographiekenntnisse-geht-es-auch-nicht-oder-michaelbeuern-in-deutschland-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen/">Mittelhessenblog-Kurzgucker:</a> Auf diesen knappen Nenner lässt sich zusammengefasst der Inhalt eines rund einstündigen Gesprächs bringen, das Oliver Foitzik mit der Redaktion des Mittelhessenblogs führte.</strong></p>
<p>Foitzik ist geschäftsführender Gesellschafter der in Augsburg ansässigen <a href="http://www.fomaco.de">Fomaco</a> GmbH, die unter anderem im Zuge ihres Engagements für die bundesweite MINT-Initiative mit Agitano die Technik für das Botschafternetzwerk der MINT-Initiative bereitstellt. Was hat eine Verwechslung im Expertennetzwerk von Agitano nun wiederum mit der MINT-Initiative zu tun:</p>
<p>Im Zuge einer Mittelhessenblog-Berichterstattung über die Preisverleihung der<a title="MINT-Fächer, Mit­tel­hes­sen und die 43. Inter­na­tio­nale Physik-Olympiade" href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-facher-mittelhessen-und-die-43-internationale-physik-olympiade/"> zehn besten hessischen Physikschüler</a>, die sich an der zweiten Vorrunde zur 43. Internationalen Physikolympiade beteilgt hatten, war auch davon die Rede gewesen, wie wichtig für Bewerber um Praktika, Ausbildungs– und Arbeitsplätze bei mathematisch-technisch-naturwissenschaftlichen Berufen auch die Beherrschung der deutschen Sprache, insbesondere der Rechtschreibung wichtig sei. Da in diesem Zusammenhang eben auch von den MINT-Berufen die Rede war, war dies der Anlass für das Mittelhessenblog, auf der Internetseite der <a href="http://www.mintzukunftschaffen.de/">MINT-Initiative</a> nachzusehen, was denn dort etwa zu den Themen MINT und Philosophie gesagt werde, oder eben auch zu Dingen wie Beherrschung der Landessprache, Kultur und geopgrapischen Kenntnissen. Da auf der Seite direkt das Botschafternetzwerk ins Auge fiel, wurde für die Suche direkt das Portal verwendet, dessen technischen Unterbau nun Agitano lieferte. Für die Mittelhessenblogredaktion spielte der technische Anbieter in dem Augenblick noch nicht die entscheidende Rolle. Das sollte sich in dem Augenblick ändern, als bei der Suche nach „MINT“ und dem Ausdruck „Philosophie“ über das Botschafternetzwerk der Hinweis zu einem Artikel kam, in dem es um die richtigen Anredeformen ging. Der Artikel „Das Du-Wort” war von einer Trainerin für den richtigen Auftritt verfasst worden.</p>
<div id="attachment_4759" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/agitano.jpg"><img class="size-medium wp-image-4759 " title="agitano" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/agitano-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Die veröffentlichte Mittelhessenblog-Repro mit dem fehlerhaften Eintrag auf dem Agitanoprofil</p></div>
<p>Um nun zu wissen, wer denn diese Autorin sei, die durch die Darstellung im Botschafternetzwerk auch MINT-Botschafterin zu sein schien, sah sich die Mittelhessenblog-Redaktion das Profil der Trainerin an. Dieser Profilhinweis führte auf das <a href="http://www.agitano.com">Agitano</a>portal.  Und staunte: Denn dort schien die Entscheidung zwischen Deutschland und Österreich als Herkunftsland der Trainerin nicht eindeutig gefallen zu sein. Neben der österreichischen Landesvorwahl stand als weitere geographischer Hinweis: „Deutschland“ im Profil. Diese Beobachtung lieferte dann gemeinsam mit dem Hinweis auf die richtige Rechtschreibung, den Auslöser für den Kurzgucker. Da ein Kurzgucker im Mittelhessenblog eine besondere Kommentarform darstellt, in der Regel die spontane Redaktion auf Ungereimtheiten, die im Internet zu finden sind, in diesem Fall noch die zeitliche Nähe zum eigentlichen Artikel eine Rolle spielte, wurde der Kurzgucker zeitnah ins Netz gestellt und gleichzeitig, als Grundlage für einen späteren Artikel, sowohl Oliver Foitzik wie auch die Trainerin über den Kurzgucker informiert. Beide meldeten sich kurz darauf .</p>
<p>Wie Foitzik erklärte, geht die Verwechslung zwischen Deutschland und Österreich nun nicht auf einen expliziten Fehler zurück, der beim Eintrag der Nutzerdaten entstanden sein könnte. Ursache sei vielmehr, das sowohl das Botschafternetzwerk wie auch Agitano auf der gleichen technischen Grundlage beruhte, mithin auch bei den Datenbanken. Der Fehler sei technischer Art gewesen und nicht durch geographisches Nichtwissen entstanden.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_4811" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/agitano22januar2012.jpg"><img class="size-medium wp-image-4811" title="" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/agitano22januar2012-300x173.jpg" alt="" width="300" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Der korrigierte Fehler nach dem Kurzgucker im Mittelhessenblog. Bildrepro: Mittelhessenblog. Quelle. Agitano.com</p></div>
<p>Zur vermeintlichen Zugehörigkeit von Agitano-Mitgliedern zu den MINT-Botschaftern erklärte Foitzik, das dies ebenfalls aus der Zeit stamme, als Agitano und das Botschafternetzwerk technisch noch die gleiche Grundlage hatten. Heute habe Agitano, das ein Wirtschaftsportal sei, einen anderen Auftritt und mit dem MINT-Botschafternetzwerk technisch nichts zu tun. Die Beobachtung des Mittelhessenblogs wolle man jedenfalls zum Anlass nehmen, diese Trennung auch beim Botschafternetzwerk stärker deutlich zu machen.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/02/mint-und-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen-uber-geographische-verwechslungen-am-ende-war-die-technik-schuld/" rel="bookmark">MINT und ein Kurzgucker aus Mittelhessen über geographische Verwechslungen: Am Ende war die Technik schuld</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 2. Februar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4821&amp;md5=fb484a20905d6b32a8b101a8d4627fae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/02/02/mint-und-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen-uber-geographische-verwechslungen-am-ende-war-die-technik-schuld/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MINT: Ganz ohne Sprach– und Geographiekenntnisse geht es auch nicht. Oder: „Michaelbeuern in Deutschland”.  Ein Kurzgucker aus Mittelhessen</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-ganz-ohne-sprach-und-geographiekenntnisse-geht-es-auch-nicht-oder-michaelbeuern-in-deutschland-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-ganz-ohne-sprach-und-geographiekenntnisse-geht-es-auch-nicht-oder-michaelbeuern-in-deutschland-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 18:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Agitano]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Business-Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Experten]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Geographie]]></category>
		<category><![CDATA[Heuchelheim]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Michaelbeuern]]></category>
		<category><![CDATA[MINT]]></category>
		<category><![CDATA[Mint-Botschafter]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Personal]]></category>
		<category><![CDATA[Physikolympiade]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Schunk]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Türk]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4755</guid>
		<description><![CDATA[

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technologie, kurz MINT: Diese vier Wissensbereiche bilden die Grundlage unserer heutigen Zivilisation. Dass Zivilisation allerdings auch einen kulturellen Überbau oder Unterbau braucht, scheint beim Werben um Nachwuchskräfte für den MINT-Bereich etwas aus den Augen zu geraten.  Teil dieser Kultur sind unter anderem sprachliche und geographische Kenntnisse. Ein kleines Detail aus dem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><div id="attachment_4354" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/augenblick2-300x288.jpg"><img class="size-full wp-image-4354" title="Kurzgucker" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/augenblick2-300x288.jpg" alt="Hier ist das Kurzguckersysmbol des Mittelhessenblog abgebildet." width="300" height="288" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><strong>Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technologie, kurz MINT: Diese vier Wissensbereiche bilden die Grundlage unserer heutigen Zivilisation. Dass Zivilisation allerdings auch einen kulturellen Überbau oder Unterbau braucht, scheint beim Werben um Nachwuchskräfte für den MINT-Bereich etwas aus den Augen zu geraten.  Teil dieser Kultur sind unter anderem sprachliche und geographische Kenntnisse. Ein kleines Detail aus dem Umfeld der MINT-Förderer mag dies belegen. Dass wenigstens der richtige Umgang mit der eigenen Sprache auch beim potentiell künftigen technischen Personal eine Messlatte ist, das wenigstens machte vor kurzem  ein Unternehmen deutlich: Die Schunk-Gruppe aus Heuchelheim. Wer sich nicht in einwandfreiem Deutsch und ohne „Rächdschreippfähler” nicht richtig bewerben kann, hat zumindest eine vermeidbare Hürde auf dem Weg zum Praktikum, der Lehrstelle oder späterem Arbeitsplatz.</strong></p>
<p>Es sind die großen Namen, die die mathematischen und damit am Ende auch grundlegende technische Grundlagen für unsere moderne Zivilisation legten. Namen wie Leibniz, Euler, Bernoulli, Fermat oder Adam Riese, der es sogar in den Volksmund geschafft hat. Geht der Blick noch weiter zurück, in die Antike, so sind es in Europa vorwiegend griechische Philosophen, die die Mathematik vorangetrieben haben. Euklid, Pythagoras, Platon, Aristoteles, Thales, um nur einige zu nennen. Im Mittelalter gehörte die Mathematik zu den sieben freien Künsten, nicht als Naturwissenschaft, sondern als Teil der Philosophie. Wie nah Religion, Philosophie und, ganz aktuell, die Physik, zusammenhängen, wird dieser Tage deutlich: Im jüngsten GEO-Magazin werden mit einem Erklärungsversuch zum Phänomen des für den 21. Dezember 2012 von den Mayas beschworenen Weltuntergangs drei Modelle von Astrophysikern zum gedachten Ende des Universums mit Schilderungen  diverser Vorstellungen der Apokalypse unter ein Dach gestellt. Dem der Frage nach dem menschlichen Wohin.</p>
<p> </p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>„Die Rechtschreibung sollte schon beherrscht werden”</strong></em></p>
<p> </p>
<p>Wie auch immer: Wer versucht, komplexe mathematische, technische und naturwissenschaftliche Phänomene einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen, um den einen oder die andere für eine berufliche Karriere   in diesen Wissensgebieten zu begeistern, sollte die Kunst beherrschen, auch mit dem Werkzeug richtig umgehen zu können, in dem Gedanken entstehen, formuliert und in die Öffentlichkeit gebracht werden: der eigenen Sprache. Sei es die enge eigene berufliche <span class="domtooltips">Umgebung<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Hier finden Sie mehr zum Thema <a href="/category/umwelt/">Umwelt </a></span></span> oder eben das breite Publikum. Während der jüngsten <a title="Preisverleihung" href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-facher-mittelhessen-und-die-43-internationale-physik-olympiade/">Preisverleihung</a> für die hessischen Teilnehmer der zweiten Vorrunde für die 43. Internationale Physik-Olympiade in Tallinn (Reval) formulierte dies Stefanie Türk vom Zentralbereich der Schunk Dienstleistungsgesellschaft. Sie sagte, dass es neben dem fachlichen Wissen, das Bewerber um Praktika oder sonstige Stellen für das Heuchelheimer Unternehmen mitbringen, auch auf Ausdrucksvermögen und Rechtschreibung ankomme. Ob Bewerber darin sattelfest seien, dafür sei die erste Bewerbung, die eingehe, bereits ein Indiz. „Gerade bei Onlinebewerbungen geschieht dies gerne, dass Rechtschreibfehler vorkommen”, erklärte Türk. Ihr Hinweis ist durchaus berechtigt. Und sollte ergänzt werden um den Zusatz, dass auch grundlegende Kenntnisse in der Geographie nicht ohne Nutzen sein könnten.</p>
<div id="attachment_4759" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/agitano.jpg"><img class="size-medium wp-image-4759 " title="Zum Vergrößern aufs Bild klicken" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/agitano-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Liegt Michaelbeuren wirklich in Deutschland? Repro: Mittelhessenblog, Quelle: Agitano.com</p></div>
<h3 style="text-align: center;">  <strong><em>„</em><em>Michaelbeuern in Deutschland”</em></strong></h3>
<p>Denn: Anscheinend wird auch in einem Netzwerk der Förderer der MINT-Berufe nicht unbedingt alles überprüft, Korrektur gelesen, auf das überprüft, was letztlich zentrale Werbebotschaften gerade aus dem MINT-Umfeld sind: Exaktheit, Gründlichkeit, Zuverlässigkeit. Ein kleines Indiz hierfür liefert ein Mitgliedeintrag im Netzwerk Agitano. Dieses Netzwerk ist nach eigenen Aussagen ein „Business-Netzwerk für Führungskräfte, Experten und Unternehmen”.  Was hat es mit diesem Netzwerk auf sich? Auf den Namen Agitano trifft, wer auf der MINT-Seite  „mintzukunftschaffen.de” sich gerne als MINT-Botschafter registrieren lassen und damit seine Bereitschaft zeigen möchte, die Förderung der MINT-Fächer auch vor einem breiten Publikum zu unterstützen. Dieses Botschafternetzwerk wiederum läuft auf einer eigenen Plattform, die eben von Agitano technisch betreut wird. Wer nun im Zusammenhang mit Mint etwa nach dem Stichwort „Philosophie” sucht, landet auf einem Beitrag der Trainerin Elisabeth Motsch, zum Gebrauch des Wörtchen „Du” in Unternehmen. Wer nun mehr über sie wissen will, erfährt, dass sie in Michaelbeuern in Österreich wohnt. Dass es Österreich sein muss, erschließt sich allerdings nur über die Vorwahl und die Endung der Email-Adresse und ihrer  Website. Im Agitano-Profil steht allerdings in Buchstaben „Deutschland”.</p>
<p>Nun können Tipp– und Rechtschreibfehler immer wieder passieren. Finanziell kurz gehaltene Redaktionen ohne Schlusskorrektorat können ein Lied davon singen, egal ob online oder klassisch gedruckt. Auch private Websites, die von Einzelpersonen betrieben werden, müssen vielleicht nicht unbedingt an diesem Maßstab gemessen werden, wiewohl eine korrekte Rechtschreibung sicherlich nicht verkehrt wäre.</p>
<p>Aber ein Netzwerk, das für Botschafter wirbt, die für Fächer und Berufe werben, denen von Haus aus der Hang zu exakten Definitionen und Begrifflichkeiten quasi in die Wiege gelegt wird, sollte vielleicht Geld genug erübrigen, um auf der eigenen Website für Fehlerfreiheit zu sorgen. Die Verwechslung von Deutschland und Österreich im genannten Beispiel mag im Eifer des Gefechts geschehen sein. Wenn aber immer wieder auf die Professionalität hingewiesen wird, dann sollten solche Fehler nicht passieren. Die Tatsache, dass in diesem Beispiel das Profil 407 mal aufgerufen wurde, bedeutet, dass es zumindest genauso auf Bildschirmen angezeigt wurde. 407 mal wurde der Fehler anscheinend überlesen, fiel nicht auf. Diese Tatsache lässt wiederum die Frage zu, wie aufmerksam überhaupt diese oder andere Seiten gelesen werden. Denn letztlich bedeutet dies: In diesem Beispiel war es relativ einfach, den Fehler zu erkennen. Wie häufig sind Fälle, in denen absichtlich oder aus Versehen Fehler weitergegeben werden? In einem Portal, das für exakte Berufe wirbt, das Menschen bewegen will, für diese Berufe Werbung zu machen, sollte das nicht geschehen. Sonst entstehen fatale Assoziationen („gedankliche Querverbindungen” , redaktionelle Anmerkung). Die harmloseste wäre noch diese: „Rechnen können sie vielleicht. Aber ihre Ergebnisse dann auch verständlich mitteilen, das packen sie dann schon nicht mehr.” Die schlimmere Variante: Erinnerungen an Rechenfehler bei Milliardenschulden oder eingestürzte Hallendächer wegen fehlerhafter Berechnungen.<br />
Dass Schludrigkeit inzwischen zum Alltag gehöre, meinte etwa ein  Focus-Leser zur <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/astronomie/tid-24565/oooch-wenn-sich-eine-weltraumteleskop-hubble-kommentar_4022244.html">55-Milliarden-Panne </a>der HRE-Bank . Die vergleichsweise geringe Verwechslung von Deutschland mit Österreich mag da noch eher zum Schmunzeln geeignet sein. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass trotz aller MINT-Förderung es eben doch auch auf exakte Kenntnisse der eigenen Sprache und wenigstens die korrekte Zuordnung der näheren geographischen Nachbarschaft ankommt. Es sei denn, in Österreich gibt es eine bisher noch unbekannte Strömung, die nun auch den Beitritt zum Gebiet der Bundesrepublik Deutschland wünscht. Aber das wäre ein Fall für einen weiteren Kurzgucker.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-ganz-ohne-sprach-und-geographiekenntnisse-geht-es-auch-nicht-oder-michaelbeuern-in-deutschland-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen/" rel="bookmark">MINT: Ganz ohne Sprach– und Geographiekenntnisse geht es auch nicht. Oder: „Michaelbeuern in Deutschland”.  Ein Kurzgucker aus Mittelhessen</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 21. Januar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4755&amp;md5=34716ac23e5d7cde68f68571c2d1b78a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-ganz-ohne-sprach-und-geographiekenntnisse-geht-es-auch-nicht-oder-michaelbeuern-in-deutschland-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MINT-Fächer, Mittelhessen und die 43. Internationale Physik-Olympiade</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-facher-mittelhessen-und-die-43-internationale-physik-olympiade/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-facher-mittelhessen-und-die-43-internationale-physik-olympiade/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 01:13:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Dürrenmatt]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasium Philippinum]]></category>
		<category><![CDATA[Heuchelheim]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Ingenieure]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlenstoff-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Landkreis Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebigschule Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Limburg-Weilburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[MINT-Fächer]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Phillipp Risius]]></category>
		<category><![CDATA[Physikolympiade]]></category>
		<category><![CDATA[Pioneer]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Schunk]]></category>
		<category><![CDATA[Tallinn (Reval)]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Blum]]></category>
		<category><![CDATA[VDI]]></category>
		<category><![CDATA[Weilburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4725</guid>
		<description><![CDATA[

In die Literatur gelangten sie mit Friedrich Dürrenmatt und in Gestalt von Angela Merkel zu politischen Ehren: Die Physiker. Ohne Physik gäbe es vermutlich diesen Artikel nicht, ebenso wenig das Internet oder den Computer, mit dem der Artikel dann  gelesen wird, egal, ob dieser Computer in die Hosentasche passt oder neben dem Schreibtisch steht. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><div id="attachment_4743" class="wp-caption alignleft" style="width: 390px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/physikolympiade31.jpg"><img class=" wp-image-4743  " title="Physikolympiade" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/physikolympiade31-300x229.jpg" alt="" width="380" height="309" /></a><p class="wp-caption-text">Patrick Bieker von Christian-Wirth-Schule in Usingen, Alexander Matei von der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich und Philipp Risius von der Liebigschule in Gießen (v.l.) freuen sich über den dritten, ersten und zweiten Platz in der hessenweiten Vorrunde für die Teilnahme an der 43. Physikolympiade. Bild: v. Gallera</p></div>
<p><strong>In die Literatur gelangten sie mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_D%C3%BCrrenmatt">Friedrich Dürrenmatt</a> und in Gestalt von Angela Merkel zu politischen Ehren: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Physiker" target="_blank">Die Physiker</a></strong>.<strong> Ohne Physik gäbe es vermutlich diesen Artikel nicht, ebenso wenig das Internet oder den Computer, mit dem der Artikel dann  gelesen wird, egal, ob dieser Computer in die Hosentasche passt oder neben dem Schreibtisch steht. Ohne chemisches Wissen und grundlegende Kenntnisse der Informatik vermutlich ebenfalls nicht. Das, was diesen Artikel technisch möglich macht, sind die so genannten MINT-Fächer.</strong> <strong>Um eines dieser Fächer, nämlich Physik, geht es im Sommer in der estnischen Hauptstadt Tallinn (Reval). In der 43. Internationalen Physik-Olympiade.</strong></p>
<p>Die zehn besten hessischen Teilnehmer der zweiten Vorrunde wurden nun im mittelhessischen Heuchelheim geehrt. Da der Beste aus Südhessen stammt und deswegen in die dritte Vorrunde aufrückt, kann Mittelhessen immerhin darauf stolz sein, dass zwei der besten hessischen Nachwuchsphysiker aus der heimischen Region stammen. Aus Gießen und aus Weilburg. Aus Gießen kommt der 17-jährige Philipp Risius, aus Weilburg der gleichaltrige Tobias Blum. Risius besucht das Liebig-Gymnasium, Blum das Philippinum in Weilburg.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_4733" class="wp-caption alignleft" style="width: 527px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Pioneer.jpg"><img class="size-full wp-image-4733" title="Pioneersonde" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Pioneer.jpg" alt="" width="517" height="298" /></a><p class="wp-caption-text">Wieso wichen die Pioneersonden vom Weg ab? Unter anderem mit dieser Frage mussten sich die Teilnehmer der zweiten Vorrunde der 43. Internationalen Physikolypiade befassen: Bildquelle: NASA</p></div>
<p>MINT steht für Mathematik, Informatik,  Naturwissenschaften und Technik.  Und genau diese hätten in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch einen schweren Stand. Umso mehr begrüße man die gegenwärtigen Bemühungen in Hessen, diesen MINT-Fächern in der Schule eine noch stärkere Bedeutung zu geben sagte der Hauptgeschäftsführer von Hessenmetall, Volker Fasbender, nun in Heuchelheim. Anlass war die Ehrung der zehn besten Nachwuchsphysiker aus Hessen, zwei von ihnen aus Mittelhessen, bei Schunk.</p>
<p>Die zehn jungen Männer hatten an der 43. Internationalen Physikolympiade teilgenommen, der beste von ihnen hat sich für die Teilnahme an der dritten Runde qualifiziert, die schon bald vom 28. Januar bis zum 3. Februar in Göttingen stattfinden wird. Danach wird sich entscheiden, ob Hessen im Sommer in Tallinn (Reval) mit dabei sein wird oder nicht.</p>
<p>Wie auch immer diese Runde ausgehen wird: Eines fällt doch auf: Zumindest in der Liste, die auf der offiziellen Website der Olympiade die teilnehmenden Bundesländer seit 1991 aufführt, taucht Hessen gerade zwei mal auf: <a href="http://www.ipn.uni-kiel.de/projekte/ipho/teilnehmer.html" target="_blank">2003 und 2006</a>.  Länder wie Bayern oder Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen oder auch Sachsen sind wesentlich stärker vertreten. Alles Länder mit einer hohen Industrie– und Technologiedichte. Fragt sich, ob daran tatsächlich die schulpolitische Ausrichtung einen Anteil hat.</p>
<p>Dass die Jagd nach der Lösung grundlegender physikalischer Fragen oder anspruchsvoller physikalischer Problemlösungen wie sie in der wissenschaftlichen Hochschularbeit  Alltag sei,  allerdings nicht unbedingt mit etwas mit den  Anforderungen in einem Technologieunternehmen wie Schunk etwas zu tun haben muss, sagt Dr. Günter Rinn. Der Leiter der Forschungs– und Entwicklungsabteilung der Schunk Kohlenstofftechnik ist selber Mineraloge.  Den hessischen Wettbewerbsgewinnern erklärte er, dass es etwa im Schunkalltag eher auf die grundlegenden klassischen physikaischen Grundlagen wie die Schwerkraft und bei den verschiedenen subatomaren Teilchen vor allem auf das Elektron ankomme.</p>
<p>Anders als noch vor einigen Jahren, als Unternehmen eher dazu gedrängt werden mussten, Ausbildungsplätze bereit zu stellen, ruft die Wirtschaft, vor allem eben das produzierende Gewerbe und die Industrie händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften. So rief denn Schunk-Geschäftsführer Gerhard Federer durchaus plakativ „Wir brauchen Sie” während der Preisverleihung. Dieser Ruf ist sicherlich ehrlich gemeint. Die Frage ist aber: Was, wenn nun genügend den Aufrufen von Wirtschaft und Industrie folgen,  und es dann ein „sattes Angebot” auf dem Markt gibt und die Wirtschaft unter diesem Angebot dann wieder lediglich die nach Noten vermeintlich Besten herauspickt? Vor fünf Jahren beklagte der Verband der Ingenieure (VDI) einen Misstand zwischen rund 30000 arbeitslosen Ingenieuren und einer dennoch hohen Nachfrage in der Industrie.  Aktuell  scheint sich dieser Trend gedreht zu haben. Der VDI spricht derzeit von einer außergewöhnlichen hohen Lücke. Knapp 18000 arbeitslosen Ingenieuren stehen etwas mehr als 98000 offene Stellen gegenüber, wobei dies in Süddeutschland sich am ehesten bemerkbar mache. Die Lücke sei seit 2000, als man mit der Beobachtung und Aufzeichnung dieser Entwicklung begonnen habe, am stärksten, heißt es aktuell beim <a href="http://www.vdi.de/43974.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=56350&amp;cHash=154497c263484e4854e45e31e1bce3d0">VDI</a>.  Solche Nachrichten sind aus Sicht der heutigen Schüler sicherlich Musik. Nur, wohin entwickelt sich ihr Arbeitsmarkt in fünf, sechs oder sieben Jahren, wenn sie sich für eine MINT-Laufbahn entscheiden?</p>
<div id="attachment_4751" class="wp-caption alignleft" style="width: 219px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/tblum2.jpg"><img class=" wp-image-4751 " title="Tobias Blum" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/tblum2-199x300.jpg" alt="" width="209" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Hielt gemeinsam mit Philipp Risius aus Gießen die Mittelhessenfahne hoch: Tobias Blum aus Weilburg. Bild: Mittelhessenblog.de</p></div>
<p> </p>
<p>Wie auch immer, dass trotz erfolgreicher Wettbewerbsteilnahme zumindest bei den beiden Mittelhessen die berufliche Planung für die Zeit nach dem Abitur noch offen ist, und auch nicht unbedingt eine Karriere als Physiker, sondern in anderer Mint-Hinsicht planen, stellten sowohl Philipp Risius wie auch Tobias Blum fest. Und beide waren sich darin einig, dass der Wettbewerb Wissen verlangte, das weit über das Schulwissen hinausging. So mussten sich die Schüler in den zetral gestellten Aufgaben unter anderem mit der so genannten Pioneer-Anomalie befassen. Was dahinter steckt? Ein physikalisches Phänomen, das erst im Frühjahr 2011 gelöst wurde. Der Hintergrund: 1972 und 1973 schoss die Nasa zwei typgleiche Pioneer-Sonden in den Weltraum. Auf ihrem berechneten Weg wichen die beiden Sonden ab, was eigentlich nicht hätte geschehen dürfen. Und erst 2011 war es gelungen, den Grund dafür zu finden.</p>
<p> </p>
<p>Zum Thema gehört ebenfalls dieser <a title="Kurz­gu­cker " href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-ganz-ohne-sprach-und-geographiekenntnisse-geht-es-auch-nicht-oder-michaelbeuern-in-deutschland-ein-kurzgucker-aus-mittelhessen/">Kurzgucker</a>. Darin wird klar, wieso nicht nur brilliante MINT-ler auch auf die perfekte Beherrschung ihrer Muttersprache und grundlegende geographische und kulturelle Kenntnisse Wert legen sollten.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-facher-mittelhessen-und-die-43-internationale-physik-olympiade/" rel="bookmark">MINT-Fächer, Mittelhessen und die 43. Internationale Physik-Olympiade</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 21. Januar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4725&amp;md5=9030da5f7224689d3dbd75e3269da598" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/21/mint-facher-mittelhessen-und-die-43-internationale-physik-olympiade/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lohra: Dach überm Kopf für Familien– und Seniorenrat dank Wettbewerb des HR — In Lauterbach-Maar regelt geänderte Satzung der Seniorenhilfe seit März 2011 Hilfe auch für Kleinstkinder</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/14/lohra-dach-uberm-kopf-fur-familien-und-seniorenrat-dank-wettbewerb-des-hr-in-lauterbach-maar-regelt-geanderte-satzung-der-seniorenhilfe-seit-marz-2011-hilfe-auch-fur-kleinstkinder/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/14/lohra-dach-uberm-kopf-fur-familien-und-seniorenrat-dank-wettbewerb-des-hr-in-lauterbach-maar-regelt-geanderte-satzung-der-seniorenhilfe-seit-marz-2011-hilfe-auch-fur-kleinstkinder/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 03:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ältere Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[BAGSO]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesministerium für Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Dautphe]]></category>
		<category><![CDATA[Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Familien-und Seniorenrat]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen und Jugend BMFSJ]]></category>
		<category><![CDATA[FSR]]></category>
		<category><![CDATA[Landesseniorenvertretung Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Lohra]]></category>
		<category><![CDATA[Marburg-Biedenkopf]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren]]></category>
		<category><![CDATA[Seniorenbeirat]]></category>
		<category><![CDATA[Seniorenbeirat Lauterbach]]></category>
		<category><![CDATA[Seniorenhilfe Maar]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelsbergkreis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4683</guid>
		<description><![CDATA[Überzeugter Lokalpatriotismus oder tatsächliche Vorreiterrolle für Hessen, möglicherweise über Hessen hinaus? Geht es um die Familien- und Seniorenarbeit in der mittelhessischen Gemeinde Lohra im Südkreis Marburg-Biedenkopf, sind sich die Vertreter des Familien- und Seniorenrats (FSR)  einig, dass sie Vorreiter sind.  Denn ihre Organisationsform sei einzigartig, seit 2007. Bestätigt wird dies  vom benachbarten Seniorenbeirat in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p style="text-align: justify;"><strong>Überzeugter Lokalpatriotismus oder tatsächliche Vorreiterrolle für Hessen, möglicherweise über Hessen hinaus? Geht es um die Familien– und Seniorenarbeit in der mittelhessischen Gemeinde Lohra im Südkreis Marburg-Biedenkopf, sind sich die Vertreter des Familien– und Seniorenrats (FSR)  einig, dass sie Vorreiter sind.  Denn ihre Organisationsform sei einzigartig, seit 2007. Bestätigt wird dies  vom benachbarten Seniorenbeirat in Dautphe. Ebenfalls auch vom Seniorenbeirat der Vogelsbergkreisstadt Lauterbach. Allerdings wird  in Lauterbach  darauf hingewiesen, dass  durch ein Engagement der Senioren wie in Grundschulen oder mit Hilfen für Alleinerziehende damit der Einsatz des Seniorenbeirats nicht  nur Senioren erreicht. Das regelte vor bald einem Jahr eine Satzungsänderung etwa in der Seniorenhilfe im Ortsteil Maar.<br />
Dass es auf den guten Willen der beteiligten Bürgermeister ankommt, geht übrigens nicht nur aus den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften hervor, sondern auch den Anmerkungen der befragten Ratsvertreter. In Lohra freut man sich gegenwärtig über das erste eigene Dach über dem Kopf. „Schuld” daran ist aber ein öffentlich-rechtlicher Sender, während sich die Gemeinde über einen plakativ wegfallenden Gebäudeleerstand freut.</strong></p>
<p> </p>
<div id="attachment_4717" class="wp-caption alignleft" style="width: 522px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/FSR-Lohra1.jpg"><img class=" wp-image-4717 " title="FSR-Lohra" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/FSR-Lohra1-1024x617.jpg" alt="" width="512" height="309" /></a><p class="wp-caption-text">Vorstand und Mitglieder im neuen Büro des FSR Lohra mit der blauen Notfallmappe, die heute landesweit in Hessen verteilt wird und dem selbst entworfenen Prototypen. Bild: Mittelhessnblog.</p></div>
<p>„Jetzt haben wir endlich ein eigenes Büro. Ohne die Teilnahme am Wettbewerb hätte es aber vermutlich noch länger gedauert”, bekennt Werner Waßmuth. Mit dem neuen Büro, dessen Raum eine lange Geschichte habe ‚werde gleichzeitig ein Gebäudeleerstand an prominenter Stelle in der Marburger Südkreisgemeinde Lohra geschlosssen. Der Hessische Rundfunk hatte mit dem Wettbewerb, in dem hessische Vereine jedes Jahr die Chance haben, sich im regionalen Hörfunkprogramm des Senders vorzustellen, bereits vor neun Jahren begonnen.</p>
<p>Gut ein halbes Jahr stand das ehemalige Ladengeschäft an der Ecke  Gladenbacher Straße und Bahnhofstraße leer. Mit dem Eigentümer habe man sich so einigen können, dass man im Falle eines Falles kurzfristig wieder das Gebäude räumen könne, erklärte Kurt Schlienbecker.  Schlienbecker ist FSR-Vorsitzender, Waßmuth sein Stellvertreter, der sich auch um die Pressearbeit kümmert.<br />
Der FSR  ist von seiner Rechtsform her ein Verein. Gemeinnützig. Nicht gewinnorientiert.  Die Arbeit wird ehrenamtlich geleistet. Seit mittlerweile 12 Jahren. In den ersten sieben Jahren  aber noch als Seniorenrat.  Solange habe der Rat höchstens um die 50 Mitglieder gehabt, berichtet Waßmuth aus dieser Zeit. Seit dem Entschluss, sich insgesamt um die Wünsche und Bedürfnisse von Familien zu kümmern und 2007 den FSR einzurichten, sei die Mitgliederzahl schlagartig gewachsen, aktuell rund 420 Mitglieder. Zu den Angeboten, die der Verein anbietet, gehören neben der Hilfe bei Behördengängen unter anderem auch kostenlose Einführungen in den Umgang mit dem Computer. „Wir haben zum Glück eine bunte Mischung unter unseren Mitgliedern. Vom Professor bis zum Handwerker”, sagt Schlienbecker.  Trotz des vielfältigen Einsatzes für ihre Gemeinde hatte allerdings bisher eines gefehlt: Eine eigene feste Adresse.</p>
<p>Dank des  Wettbewerbs des Hessischen Rundfunks sei der FSR Lohra nun zu seinem Dach überm Kopf gekommen. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte mit seinem Regionalprogramm alle Vereine in Hessen dazu aufgerufen, sich im rechten Licht zu präsentieren. Die Absicht des Senders dürfte klar sein, es geht darum, sich Hörer zu sichern, die Verbundenheit mit den verschiedenen hessischen Regionen zu zeigen. Für die Lohraer jedenfalls bedeutete das, in einer 48-Stunden-Aktion ihr neues Domizil einzurichten. Mit dem Eigentümer sei man sich einig geworden, dass der abgeschlossene Mietvertrag vom Verein flexibel gekündigt werden könne. „Aber daran wollen wir jetzt, wor wir gerade erst eröffnen, nicht denken. Solange unser Verein wächst und unterstützt wird, wird das sicher nicht geschehen”, ist man beim FSR überzeugt. Genauso wie von der Tatsache, mit der Umsetzung dieses Projektvorschlags eine Chance im Wettbewerb zu haben. Denn die endgültige Auswahl wurde unter den drei Vorschlägen getroffen, die vom HR vorher gesichtet worden waren.</p>
<p>Aus Sicht des rührigen Vereins wird in der Gemeinde ohnehin Pionierarbeit geleistet — Denn geht es um die Verständigung zwischen alten und jungen Menschen, werde schnell unterschieden. In „Alte hier, die Jungen da. Zugespitzt könnte das Verhältnis zwischen den Generationen so auf einen Punkt gebracht werden. Zumindest, was Organisationsformen angeht. Denn, wenn es um die Vertretung der Interessen von älteren Mitmenschen geht, gibt es die Seniorenbeiräte. Diese sollen, so sieht es die gesetzliche Grundlage vor, sich unabhängig und neutral verhalten.  Eine bundeseinheitliche Regelung gibt es allerdings nicht. Das geht unter anderem auch aus einer Anfrage der Partei „Die Linke” hervor, auf die die Bundesregierung am 13. April 2011 geantwortet hatte. Die Linke wollte wissen, wie es in Deutschland um die Durchsetzung der  Rechte älterer Menschen bestellt sei. Die Quintessenz der Regierungsantwort: Die Situation ist von Land zu Land sehr verschieden, ebenfalls auch die Möglichkeiten der Einflussnahme. Das setzt sich durch bis auf die kommunale Ebene. Dennoch lehnt die Regierung in ihrer Antwort eine zentrale bundesweite Regelung ab, ebenso die Einrichtung eines Seniorenbeauftragten auf Bundesebene. Im übrigen deckt sich die Antwort mit den Erfahrungen befragter  mittelhessischen Seniorenratsmitglieder: Ohne guten Draht zum Bürgermeister kommt es auf diplomatisches Geschick an. Über eine Die vollständige Antwort kann hier abgerufen werden:  <a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/1705534.pdf">Bundestagsdrucksache 17/5534</a></p>
<p>Wie sieht es um die Pionierarbeit, die man für sich in Lohra in Anspruch nimmt, wenn es um die Zusammenlegung der gemeinsamen Interessensvertretung von älteren Menschen und Familien geht? Auch wenn aus dem benachbarten Dautphe auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Seniorenvertretungen im Hinterland (ASH) hingewiesen wird, auch wenn der Vorsitzende des Seniorenbeirats aus Dautphe  Siegfried Ortmüller persönlich zur Einrichtung des neuen Büros gratuliert hatte, so wies Ortmüller doch auch darauf hin, dass es auch ohne eine spezielle Organisationsform wie in Lohra gemeinsame Projekte gebe wie die PC-Übungsstunden, die gemeinsam mit Schülern für ältere Menschen kostenlos angeboten wird. In Lauterbach weist  Beiratsvorsitzender Dr. Bend Liller auf die Zusammenarbeit mit der Eichberg-Grundschule oder eben den neuen Weg hin, der in Maar beschritten werde. Der Weg dahin habe  aber einiges an Arbeit gekostet.<br />
In einem Fall dürfte die Pionierarbeit des FSR aus Lohra aber unbestritten sein: Die Notfallmappe, die heute vom Land Hessen als kostenlose Gabe verteilt wird, geht auf einen Entwurf aus Lohra zurück. Davon proftieren mittlerweile alle Seniorenvertretungen in Hessen. In der Notfallmappe stehen die unter anderem die wichtigsten Informationen für die erste schnelle medizinische Versorgung.</p>
<p> </p>
<p>Weiterführende Links:<br />
<a href="http://www.fsr-lohra.de/" target="_blank">Familien und Seniorenrat Lohra</a>, <a href="http://thementreff.liller.de/" target="_blank">Blog Seniorenbeirat Lauterbach</a>,  <a href="http://www.senioren-auf-draht.sozialnetz.de/aw/dautphetal/~bws/Wir_stellen_uns_vor/">Seniorenbeirat Dautphe</a>, <a href="http://www.lauterbach-hessen.de/rathaus/seniorenbeirat.html" target="_blank">Seniorenbeirat Website Stadt Lauterbach</a>,  <a href="http://www.seniorenhilfe-maar.de/satzung.html" target="_blank">Satzung Seniorenhilfe Maar</a>,  <a href="http://www.lauterbach-hessen.de/rathaus/seniorenbeirat.html" target="_blank">Sozialnetz Hessen</a>,  <a href="http://www.senioren-auf-draht.sozialnetz.de/ca/bt/bao/">Landesseniorenvertretung Hessen</a>, <a href="http://www.bagso.de/die-bagso.html">Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen BAGSO</a>, <a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Freiwilliges-Engagement/mehrgenerationenhaeuser.html">Bundesfamilienministerium</a></p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/14/lohra-dach-uberm-kopf-fur-familien-und-seniorenrat-dank-wettbewerb-des-hr-in-lauterbach-maar-regelt-geanderte-satzung-der-seniorenhilfe-seit-marz-2011-hilfe-auch-fur-kleinstkinder/" rel="bookmark">Lohra: Dach überm Kopf für Familien– und Seniorenrat dank Wettbewerb des HR — In Lauterbach-Maar regelt geänderte Satzung der Seniorenhilfe seit März 2011 Hilfe auch für Kleinstkinder</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 14. Januar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4683&amp;md5=6384e1a1264d6bb3a22a4cc39199b340" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/14/lohra-dach-uberm-kopf-fur-familien-und-seniorenrat-dank-wettbewerb-des-hr-in-lauterbach-maar-regelt-geanderte-satzung-der-seniorenhilfe-seit-marz-2011-hilfe-auch-fur-kleinstkinder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wulff-Affäre: Der Gießener Kabarettist Matthias Beltz hätte seine Freude gehabt: Die SchauWuDe in Berlin</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/05/wulff-affare-der-giesener-kabarettist-matthias-beltz-hatte-seine-freude-gehabt-die-schauwude-in-berlin/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/05/wulff-affare-der-giesener-kabarettist-matthias-beltz-hatte-seine-freude-gehabt-die-schauwude-in-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 14:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgucker]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Beltz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gießen]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Schausten]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4663</guid>
		<description><![CDATA[

"Gnade für niemand- Freispruch für alle": So hieß das erste Soloprogramm des leider viel zu früh verstorbenen Kabarettisten Matthias Beltz. Beltz war ein echter Mittelhesse: In Wohnfeld geboren, in Gießen zu Schule gegangen und dort das Abitur gemacht und später als Jurastudent in Marburg. Im März 2002 beendete ein Herzinfarkt das Leben des politischen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><div id="attachment_4669" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Beltzio.jpg"><img class="size-medium wp-image-4669" title="Matthias Beltz" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Beltzio-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Matthias Beltz 2001 Quelle: Wikipedia, CC, Holger Noß</p></div>
<p><strong>„Gnade für niemand– Freispruch für alle”: So hieß das erste Soloprogramm des leider viel zu früh verstorbenen Kabarettisten Matthias Beltz. Beltz war ein echter Mittelhesse: In Wohnfeld geboren, in Gießen zu Schule gegangen und dort das Abitur gemacht und später als Jurastudent in Marburg. Im März 2002 beendete ein Herzinfarkt das Leben des politischen Kabarettisten. Am 27. März um genau zu sein. Das ist zehn Jahre her. Würde er noch leben, würde er am 31. Januar seinen 67. Geburtstag feiern und vermutlich schon längst die passenden Worte zur Rente mit 67 Jahren gefunden haben. Aber noch mehr zu gerade frisch entstandenen Berliner „SchauWuDe”, wechselnde Aufführungen in den Hauptstadtstudios von ARD und ZDF und am Sitz des Bundespräsidenten.</strong></p>
<p>Das aktuelle Polittheater, das derzeit in Berlin stattfindet, würde Beltz aber mit Sicherheit ebenfalls genug Stoff liefern. Warum. Die leider nicht ordentlich gekennzeichnete Sondersendung der SchauWuDe aus Berlin steht dafür.<br />
Fast muss man sich fragen, ob sich die hauptberuflichen Politiker und die politischen Journalisten in den Hauptstadtstudios der öffentlich-rechtlichen Sender zusammengetan haben, um die Winterpause bedingt klaffende Lücke im wöchentliche Satireprogramm zu schließen. Neues aus der Anstalt, Pelzig oder die Wehlkes Heuteshow fehlen genauso wie die talkmasternden Quasselrunden der Plasbergs, Maischbergers oder Illners. Schweigen im Lande. Winterloch. Das muss natürlich gefüllt werden. Die FDP hatten wir schon. Nachdem sich Christian Lindner rechtzeitig aus dem Staub gemacht hat, sein Nachfolger Döring lediglich einen läppschen Vorfall mit einem Bußgeldbescheid von 1500 Euro vorzuweisen hat und von Karl-Theodor zu Guttenberg gegenwärtig auch nicht viel zu erwarten ist (das mit dem Comeback hat ja nicht so richtig geklappt), musste also etwas anderes her, um die mageren Schlagzeilen mit Inhalt zu füllen.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_4670" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wulff2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4670" title="Christian Wulff" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/wulff2-300x294.jpg" alt="" width="300" height="294" /></a><p class="wp-caption-text">Bundespräsident Christian Wulff Quelle: Bundespräsidialamt, Jesco Denzel, Repro: Mittelhessenblog</p></div>
<p>Was kann man da also nehmen: Der Eurofighter-Deal mit den Indern? Nicht wirklich spannend. Außerdem könnte es vielleicht geschickt eingefädelte Wirtschaftsdeals hinter den Kulissen stören. Die Euro-Krise? Bloß nicht dran rühren. Derzeit kann man ja froh sein, dass Ruhe an der Front ist. Außerdem stand ja Weihnachten vor der Tür, der Jahreswechsel und los ist ja nicht wirklich viel. Außer den wilden verwegenen Reitern Uli und Andrea in den Lüften.  Was bliebe noch? Ach ja:Christian Wulff, Bundespräsident. Insgeheim war er ja sowie nicht der Präsident der Herzen. Das ist ja jemand anders. Nicht Peter Sodann. Sondern Joachim Gauck.</p>
<p>Die Kreditaffäre ist insofern also das gefundene Fressen, um mit viel Donnergetöse nun für Schlagzeilen zu sorgen. Darf der denn das, unsereins darf das doch auch nicht. Als Bundespräsident hat er eine Lichtgestalt zu sein — gefälligst. Immerhin stellt er ja Deutschland dar. Oder anders ausgedrückt: Dieter Bohlen sucht zwar mit entsprechend flapsigen Sprüchen alle Jahre wieder den Superstar für Deutschland. Der wahre und echte Superstar sitzt aber in Schloß Bellevue. Übrigens Bellevue: Übersetzt heißt das Schöner Blick, Schöne Aussicht. Wieso der Bundespräsident der Superstar ist: Ein Blick ins Grundgesetz erklärt, wieso der Bundespräsident kraft Amt die Lichtgestalt des offiziellen politischen Deutschland sein soll. In diese Aufgabenbeschreibung passt sowas wie eine Kreditaffäre und der Versuch, die Berichterstattung in irgendeiner Weise zu beeinflussen, überhaupt nicht. Also auf ihn mit Gebrüll.</p>
<p>Der so getriebene tritt nun die Fluch nach vorne an und erklärt sich in einem Interview mit Ulrich Deppendorff  (ARD) und Bettina Schausten (ZDF). Darin bekräftigt er aber noch einmal seine Position, seine Auffassung, dass er ein Opfer geworden ist und im Grunde ja auch nur ein Mensch. Im Grunde also eine Wiederholung all dessen, was schon bekannt ist. Bettina Schausten, Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios, lässt sich aber nicht lumpen. Sie bezahle Freunden fürs Übernachten 150 Euro, so die Journalistin, als sie Wulff fragt, warum er das nicht mache.  „Machen Sie das mit Ihren Freunden so” fragt Wulff zurück. Schausten antwortet mit „Ja”. Wenn man so will ein Punktsieg für Wulff. Insgesamt eine Vorführung, die jede Satiresendung ersetzt. Wenn man so will: Der Steuer– und GEZ-Gebürenzahler bekam etwas fürs sauer verdiente Geld geboten — allerdings in uerwarteter <span class="domtooltips">Umgebung<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Hier finden Sie mehr zum Thema <a href="/category/umwelt/">Umwelt </a></span></span> und mit unerwarteten Satireakteuren.</p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/05/wulff-affare-der-giesener-kabarettist-matthias-beltz-hatte-seine-freude-gehabt-die-schauwude-in-berlin/" rel="bookmark">Wulff-Affäre: Der Gießener Kabarettist Matthias Beltz hätte seine Freude gehabt: Die SchauWuDe in Berlin</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 5. Januar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4663&amp;md5=b4c759929ca9bd815d81a1b137f47ade" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/05/wulff-affare-der-giesener-kabarettist-matthias-beltz-hatte-seine-freude-gehabt-die-schauwude-in-berlin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Affäre Wulff: Vom Glauberg nach Bellevue — „Bild”-ungsland Deutschland — ein Zwischenruf aus Mittelhessen</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/04/affare-wulff-vom-glauberg-nach-bellevue-bild-ungsland-deutschland-ein-zwischenruf-aus-mittelhessen/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/04/affare-wulff-vom-glauberg-nach-bellevue-bild-ungsland-deutschland-ein-zwischenruf-aus-mittelhessen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 14:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel 5 Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Nowottny]]></category>
		<category><![CDATA[Glauberg]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Lübke]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Neonaziskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Phoenix]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4632</guid>
		<description><![CDATA[

Was hat das hessische Glauberg mit Schloss Bellevue, dem Sitz des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, zu tun? Auf den ersten Blick nichts! Auf den zweiten Blick alles. Denn hier wie in Bellevue spielt ein Medium eine Rolle, das eher Politik macht, als dass es sie beschreibt oder kommentiert. Die Rede ist von der Bildzeitung. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><div id="attachment_4635" class="wp-caption alignleft" style="width: 275px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/bloggy3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4635" title="Bloggy" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2012/01/bloggy3-265x300.jpg" alt="" width="265" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">„Der nicht mit dem Wulff tanzt” Bild/Montage: Mittelhessenblog/v.Gallera</p></div>
<p><strong>Was hat das hessische Glauberg mit Schloss Bellevue, dem Sitz des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, zu tun? Auf den ersten Blick nichts! Auf den zweiten Blick alles. Denn hier wie in Bellevue spielt ein Medium eine Rolle, das eher Politik macht, als dass es sie beschreibt oder kommentiert. Die Rede ist von der Bildzeitung. Die Rede ist aber genauso vom Umgang der Medien mit Politikern, ob in der alten Bonner Republik oder der jetzigen Berliner Republik. Einiges scheint sich seit 50 Jahren nicht geändert zu haben.<br />
</strong></p>
<p>In Glauberg diente ein fingierter <a title="Dos­sier Glauberg-NPD-Wachmann-Affäre" href="http://www.mittelhessenblog.de/dossiers/dossiers-2/dossier-glauberg-npd-wachmann-affare/">Neonaziskandal</a> dazu, eine versierte Museumsleiterin um ihre Stellung zu bringen, in Bellevue ist es nun der Bundespräsident, der von der Boulevardzeitung angeschossen wurde. Ob mit den richtigen Methoden oder auf die richtige Art, das zweifeln indes immer mehr Medien an. Fraglich ist aber auch, ob nicht viele der Medien schon vor Wulffs Wahl zum Bundespräsidenten sich nicht zu einseitig mit der Frage befasst haben, wer denn nun der vom Volk eher bevorzugte Kandidat sei, Wulff oder Gauck. Dass nun die Bildzeitung als erste über Wulffs Verwicklungen berichtet und seinen Versuch, diese Berichterstattung zu verhindern, ist nur ein Mosaikstein eines höchst eigenen Weges öffentlicher Meinungsbildung.</p>
<h3 style="text-align: justify;">                                                           <strong><em>Von Cäsar bis Wulff</em></strong></h3>
<p>„Lieber der erste Mann in der Provinz als der zweite Mann in Rom” — dieser Ausspruch wird Julius  Cäsar zugeschrieben, als er 61 vor Christus auf seinem Weg nach Spanien befand, um dort sein Amt als Statthalter anzutreten. 2073 Jahre später gibt es einen Mann, der mit dem römischen Feldherrn, Konsuln und Imperator in Verbindung gebracht wird. Wie Cäsar erster Mann im Staate, ebenfalls einer Republik. Nur bei weitem nicht dieser Machtfülle, mit der Cäsar ausgestattet war. Am 15. März 44 v. Christus fiel der mächtigste Mann Roms durch die Dolche seiner Widersacher, darunter Brutus, der wie ein Sohn war. Wie es aussieht, werden gegenwärtig wieder die Messer gewetzt, um den ersten Mann im Staate zu entmachten. Zu entmachten? Eigentlich nicht. Denn er hatte nie wirklich Macht. Die Macht, die er als Präsident hätte entwickeln können, wäre ihm mit dem einzig möglichen Mittel gegeben gewesen,  das ein deutscher Bundespräsident hat: Die Macht des Wortes. Doch dafür bedarf es eines gewissen Formats. Und dieses Format hätte er sich in seiner Zeit als Landespolitiker erwerben können.</p>
<h3 style="text-align: center;"><strong><em> Format mit Fehlern?</em></strong></h3>
<p>Doch Format setzt die Bereitschaft voraus, zu begangenen Fehlern zu stehen. Jener Christian Wulff hatte schon vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten genügend „Leichen im Keller”. Bekannt waren diese auch vor seiner Wahl. Nur, dass diese Leichen eher landespolitischen, im Grunde  eigentlich regionalpolitischen Charakter hatten. Wirklich aufgeregt hatte dies niemanden. Auch nicht die Tatsache, dass Wulff zu Fehlern je von sich aus Stellung genommen hätte. Niemanden von den Wahlmännern und Wahlfrauen der Bundesversammlung. Am Ende bekam Wulff im dritten (!) Wahlgang 625 Stimmen und siegte gegen Joachim Gauck.</p>
<p>Wer sich die Mühe macht und mit einer der gängigen Suchmaschinen nach Begriffen wie „Präsidentschaftskandidat Wulff” oder nach „Wulff Gauck 2011″ sucht, wird in der Regel schnell mit den Schlagzeilen der deutschen Leitmedien konfrontiert.  In diesen Schlagzeilen und den dazugehörenden Artikeln wird Wulff ein ums andere Mal mit Gauck verglichen. Dennoch fühlt er sich von den Medien ignoriert. Ein Stimmungsbild des Junis 2010  liefert die Zeit in ihren Online-Ausgaben vom 22.  und 26. Juni 2010. Darin übt Wulff erst einmal Medienschelte und geht dann wenige Tage später auf dem kleinen Parteitag der CSU in Nürnberg in die Defensive, sprich Verteidigung. Etwas anderes hat Wulff im aktuellen Fall eigentlich auch nicht gemacht, nur auf einem etwas anderen Niveau: Im Juni 2010 handelte er noch als Kandidat, jetzt als Präsident. Was sich nicht geändert hat, ist der Mensch Wulff. Was sich ebenfalls nicht geändert hat, ist Wulffs Beziehung zu Merkel. Wulff war 2010 ihr Kandidat. Ob aus reinem machttaktischem Interesse Merkels oder aus tiefer Überzeugung sei dahin gestellt. Glaubt man dem Stern, war Wulffs Konkurrent Gauck 2010 auch Merkels <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/wulff-herausforderer-joachim-gauck-merkels-heimlicher-liebling-1571603.html" target="_blank">heimlicher Liebling</a>,</p>
<h3 style="text-align: center;"><strong><em>Medien„lieblinge” Lübke und Wulff</em></strong></h3>
<p>In der langen Liste der Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gibt es nur einen, der ein ähnliches Schicksal wie Wulff erlebt hat, was den Umgang mit den Medien betrifft: Bundespräsident Heinrich Lübke.  Auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung heißt es zu Lübke:  „<em>Gegen Ende der zweiten Amtszeit startete die DDR eine Kampagne gegen ihn, in der sie ihn wegen seiner Tätigkeit für das Architekturbüro Schlempp als „KZ-Baumeister” diffamierte. Diese Kampagne, die auch in der Bundesrepublik Deutschland aufgegriffen wurde, schadete dem Ruf Lübkes. Ein sofortiger Rücktritt verbot sich, da er als Schuldeingeständnis gedeutet worden wäre, ebenso wie ein langwieriges gerichtliches Vorgehen gegen die Verleumder, unter dem der Ruf des Amtes ebenfalls gelitten hätte. Diese Kampagne und der Verfall seiner Gesundheit brachten Lübke zu dem Entschluss, sein Amt zehn Wochen vor Ablauf der Amtszeit 1969 niederzulegen</em>.”  Auf dem Portal „Deutsche Bundespräsidenten” wird auf die Lübke zugeschriebenen verbalen Ausrutscher eingegangen und bei Wikipedia heißt es zur Beziehung Lübkes und den Medien, dass viele der Lübke in den Mund gelegten Zitate damals vom Spiegel erfunden worden seien. Das hatte der heutige konkret-Herausgeber und damalige Spiegel-Mitarbeiter Hermann L. Gremliza 2006 bekannt.</p>
<p>Nun kommt das System „Bild” ins Spiel. Erinnern wir uns: Im Jahr 2011 erschien eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung, die das Boulevard-Blatt aus dem Hause Springer nicht als Zeitung sondern als gefährlich für Deutschland markierte — sicherlich erfolgreich im eigenen Sinn als wirtschaftlich erfolgreiches Produkt, aber eher im Sinne einer fortlaufenden PR-Kampagne (Link zur <a href="http://www.bild-studie.de/" target="_blank">Bild-Studie</a>). Jetzt im Fortgang der aktuellen Wulff-Berichterstattung bezeichnete der ehemalige WDR-Intendant Friedrich Nowottny Bild allerdings als Nachfolge-Medium des Spiegels (im Gespräch mit Phoenix am 3. Januar, Youtubevideo, ab Minute 2.34) als „Themen-Setter”</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/tptyx0PodVE?rel=0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Unterm Strich kommt ein seltsames Bild heraus: Auf der einen Seite wird beklagt, dass der höchste Mann im Staat nicht den hehren Ansprüchen gerecht wird, die von den Verfassungsvätern und –müttern mit diesem Amt verbunden wurden. Auf der anderen Seite scheinen die gängigen Leitmedien dieser Republik , gleich ob Spiegel in den 60-er Jahren, oder wie Nowottny es für die Gegenwart formuliert hat, die Bildzeitung und andere zum Springer-Verlag gehörende Blätter, es, wenn es um (eine) auflagenstarke Geschichte(n) geht, nicht immer genau mit der Frage nach der Eignung zu nehmen. Vor allem dann nicht, wenn es um Personen geht, die augenscheinlich nicht in das politische Profil einer sich eigentlich als p0litisch überparteilich und unabhängig bezeichnenden Presse passen.  Wie man es dreht und wendet: Ob ein Politiker sich tatsächlich etwas hat zuschulden kommen lassen ist das eine. Darüber zu entscheiden, ob er oder sie deswegen für ein Amt tragbar ist oder nicht, ist am Ende die Frage demokratischer Entscheidungsprozesse und falls eine rechtliche Verfehlung vorliegt, die entsprechende Würdigung durch die Justiz. Die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt zu stellen, sollte die Aufgabe der Journalisten sein. Dieser Zeitpunkt bestand vor der Wahl Wulffs zum Bundespräsidenten und nicht jetzt. Jetzt sieht es eher nach dem mehr oder minder herbei gesehnten Sturz eines ungeliebten Präsidenten aus.</p>
<p>Ob Wulff sich hält, hängt nun von dessen mentaler Stärke ab. Ob Wulff aus rechtlichen Gründen sein Amt verlieren könnte, ist fraglich. Dazu müsste sein Versuch, die Bildredaktion oder eine andere Redaktion unter Druck gesetzt zu haben, als Zensur gewertet werden. Denn das wäre ein klarer Verfassungsbruch. Und dies wiederum wäre die Grundlage für eine Präsidentenanklage nach Art 61. Ob Wulff einen Verfassungsbruch begangen haben könnte, ist allerdings nur von einer Institution festzustellen: Dem Bundesverfassungsgericht. Dass die Richter einen Zensurversuch allerdings als Verfassungsbruch werten, ist unwahrscheinlich.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/04/affare-wulff-vom-glauberg-nach-bellevue-bild-ungsland-deutschland-ein-zwischenruf-aus-mittelhessen/" rel="bookmark">Affäre Wulff: Vom Glauberg nach Bellevue — „Bild”-ungsland Deutschland — ein Zwischenruf aus Mittelhessen</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 4. Januar 2012.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4632&amp;md5=32b7df6c5751de4c9ebf882f32ad40af" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2012/01/04/affare-wulff-vom-glauberg-nach-bellevue-bild-ungsland-deutschland-ein-zwischenruf-aus-mittelhessen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mittelhessen: Zweiter Gefahrgutunfall bei Online Systemlogistik in Schlitz seit 2006</title>
		<link>http://www.mittelhessenblog.de/2011/12/24/mittelhessen-zweiter-gefahrgutunfall-bei-online-systemlogistik-in-schlitz-seit-2006/</link>
		<comments>http://www.mittelhessenblog.de/2011/12/24/mittelhessen-zweiter-gefahrgutunfall-bei-online-systemlogistik-in-schlitz-seit-2006/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 00:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph von Gallera</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen-Landkreise]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeibericht]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fraurombach]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrgutunfall]]></category>
		<category><![CDATA[Herborn]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Natriumdichromat]]></category>
		<category><![CDATA[nh24]]></category>
		<category><![CDATA[Online Systemlogistik]]></category>
		<category><![CDATA[Paderborn]]></category>
		<category><![CDATA[Schlitz]]></category>
		<category><![CDATA[Schlitzer Bote]]></category>
		<category><![CDATA[Siegen]]></category>
		<category><![CDATA[Thionylchlorid]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelsbergkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Zentral-Hub]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mittelhessenblog.de/?p=4615</guid>
		<description><![CDATA[Eilmeldung: Zum zweiten Mal seit 2006 hat sich in Schlitz auf dem zentralen Umschlagplatz der europaweit agierenden Online Systemlogistik ein Gefahrgutunfall ereignet.



Das Lager des in Paderborn ansässigen Unternehmens liegt in der Vogelsbergstadt Schlitz, die zum Regierungspräsidium Gießen (Mittelhessen) gehört.  2006 hatte es das mit 8600 Quadratmeter größere Lager im Ortsteil Fraurombach getroffen. Diesesmal ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-flattr-button"></p><p><strong>Eilmeldung: Zum zweiten Mal seit 2006 hat sich in Schlitz auf dem zentralen Umschlagplatz der europaweit agierenden Online Systemlogistik ein Gefahrgutunfall ereignet.</strong></p>
<div id="attachment_4617" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/500px-Hazard_C.svg_.png"><img class="size-medium wp-image-4617" title="Vorsicht ätzend" src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/uploads/2011/12/500px-Hazard_C.svg_-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gefahrensymbol für ätzende Substanzen nach der Richtlinie 67/548/EWG vom European Chemicals Bureau (Chemikalienfachstelle der EU)</p></div>
<p>Das Lager des in Paderborn ansässigen Unternehmens liegt in der Vogelsbergstadt Schlitz, die zum Regierungspräsidium Gießen (Mittelhessen) gehört.  2006 hatte es das mit 8600 Quadratmeter größere Lager im Ortsteil Fraurombach getroffen. Diesesmal ist es das Lager in Schlitz selbst, wie nh24 berichtet. Dieses Lager ist nach Unternehmensinformation 3700 Quadratmeter groß.<br />
Anders als am 15. Juli 2006 sind dieses Mal mehrere zum Teil schwer verletzte Personen zu beklagen, wie das Portal nh24 berichtet. Die Verletzten seien auf umliegende Krankenhäuser verteilt worden.</p>
<p>Vor fünf Jahren berichtete der Schlitzer Bote über einen Gabelstaplerunfall als mögliche Ursache. Damals, so heißt es dort, seien dank der „guten Schulung” der Mitarbeiter keine Menschen verletzt worden. 2006 war ein 1000 Liter-Fass mit einer Natriumdichromat-Lösung beschädigt worden. Für die <span class="domtooltips">Umwelt<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Hier finden Sie mehr zum Thema <a href="/category/umwelt/">Umwelt </a></span></span> habe keine Gefahr bestanden. Bei Natriumdichromat handelt sich um eine krebsauslösende, hochgiftige Substanz, die unter anderem zur Holzimprägnierung verwendet wird. Bei dem Unfall 2006 hatte ein Fahrer der Firma direkt den Geruch bemerrkt und die Wehren alarmiert.</p>
<p>Bei dem aktuellen Unfall handelt es nach den Information von nh24 um ein 200-Liter-Fass, aus dem das ebenfalls hochgiftige Thionylchlorid entwichen ist. Diese Substanz wird für die Herstellung von Lithium-Thionylchlorid-Batterien verwendet, die sich wegen ihren langen Lagerfähigkeit gegenüber anderen Batterietypen durchgesetzt hat.</p>
<p>Online Systemlogistik ist nach eigenen Angaben ISO 14001 im Umweltmanagement zertifiziert. Das so genannte Hub-and-Spoke-System, dass das Unternehmen zusammen mit der Uni Paderborn entwickelt, wurde wegen seiner Umweltfreundlichkeit von der  Deutschen Bundesstiftung <span class="domtooltips">Umwelt<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Hier finden Sie mehr zum Thema <a href="/category/umwelt/">Umwelt </a></span></span> gefördert. Die zentrale Leistung liege in der Reduzierung der jährlichen Transportkilometer um 120000 wegen der besseren Ausnutzung der Fahrzeuge.<br />
Einige der Partnerspeditionen des Unternehmens sitzen unter anderem in Herborn-Hörbach im westlichen Mittelhessen und im benachbarten Siegen in Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>Weiterführende Links:<br />
<a href="http://www.nh24.de/index.php/polizei/52104-mehrere-verletzte-bei-gefahrgutunfall-in-schlitz" target="_blank">nh24</a>, <a href="http://archiv.schlitzerbote.de/SBLokales.nsf/6095d2e43d693e794125671100543f07/2ab94b01e83526dcc12571ae005d7274?OpenDocument" target="_blank">Schlitzer  Bote</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Thionylchlorid-Batterie" target="_blank">Wikipedia</a></p>
<p> </p>
<p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/2011/12/24/mittelhessen-zweiter-gefahrgutunfall-bei-online-systemlogistik-in-schlitz-seit-2006/" rel="bookmark">Mittelhessen: Zweiter Gefahrgutunfall bei Online Systemlogistik in Schlitz seit 2006</a> zuerst publiziert auf <a href="http://www.mittelhessenblog.de">Mittelhessenblog</a> am 24. Dezember 2011.</p>
 <p><a href="http://www.mittelhessenblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=4615&amp;md5=75ce0471b81f3560c5366b2db4ccfe40" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.mittelhessenblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mittelhessenblog.de/2011/12/24/mittelhessen-zweiter-gefahrgutunfall-bei-online-systemlogistik-in-schlitz-seit-2006/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

